Review: Spider-Man: Homecoming

Zurzeit läuft mit „Spider-Man: Homecoming“ der dritte Anlauf des Spinnen-Superhelden in den Kinos. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield und damit fünf Filmen hatte es Tom Holland nicht leicht, die bereits bekannte Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erzählen.

Bereits in „The First Avenger: Civil War“ hatte der neue Spider-Man eine kleine Rolle und musste gegen Captain America und Co kämpfen. Und das ließ sich sehen. Meiner Meinung nach ist Tom Holland nach Tobey Maguire der beste Spider-Man.

Doch kommen wir endlich zum Film. Die Handlung greift thematisch noch einmal in den letzten Film „Civil War“ ein. Sie wird aus Peter Parkers Perspektive gezeigt, in dem der Junge das Geschehen mit einer Handkamera filmt. Nach der Kampfszene setzt die Handlung zwei Monate später an.
Peter versucht in seiner Stadt als der „nette Spider-Man von nebenan“ zu helfen, doch das reicht ihm nicht. Täglich ruft er bei Happy Hogan an, um nach einer Mission zu fragen. Er konzentriert sich nicht mehr auf die Schule, sondern streift in seinem Spider-Man-Anzug durch die Stadt und verbringt so die Zeit nach der Schule.
Als er in einer Nacht versucht, einen Bankraub zu verhindern, stößt er auf Verbrecher mit mysteriösen Waffen und das ersehnte Abenteuer beginnt…

Tony Stark hatte Peter nach dem Einsatz in Deutschland den Anzug geschenkt, den Peter voller Stolz trägt. Er fühlt sich darin sicher und der Rolle des Helden gewachsen.
Der Zuschauer merkt allerdings deutlich, dass Peter ein junger Held mit wenig Erfahrung ist. Nicht jeden Kampf kann Spider-Man für sich entscheiden und er muss sich als Peter Parker Klausuren, Partys und Mitschülern stellen.

Auch wenn sarkastische Bemerkungen und Witze es kaschieren, agiert der Protagonist angespornt von seiner Heldentat mit Iron-Man oft leichtsinnig und stellt sein Wohlergehen an letzter Stelle.
Dies führt dazu, dass Stark ihm den Anzug wegnimmt.

„Wenn du ohne den Anzug nichts bist, hast du ihn auch nicht verdient.“ – Tony Stark zu Peter Parker

Dieser Spruch von Tony Stark hat mich zum Nachdenken angeregt. Es ist die Schlüsselszene – oder nur der Schlüssel-Satz – des Filmes, meiner Meinung nach. Er thematisiert, was einen Helden ausmacht und welche Entwicklung der junge Spider-Man durchmachen muss, um ein wahrer Held zu werden.

Wie bereits auf dem Bild zu sehen, hat Peter seinen ersten „Anzug“ selber zusammengestellt. Die Umstellung von dem High-Tech-Modell von Stark auf diese primitive Erstausgabe ist mir als Zuschauer nicht leicht gefallen. Ich habe regelrecht mitgezittert, ob Peter ohne die ganze Funktionen seines Anzuges in der Welt der Helden und Schurken zurecht kommt.
Ich habe – genau wie Peter – nicht mehr daran gedacht, dass nicht der Anzug Spider-Man auszeichnet, sondern die Person, die in diesem Anzug steckt.
Das hat mich fasziniert und auch im Nachhinein zum Nachdenken angeregt.

In „Spider-Man: Homecoming“ findet Peter also nach einer langen Selbstsuche endlich zu seiner wahren Helden-Identität und nimmt die Zuschauer mit auf diese Reise.
Um dieses Abenteuer angenehmer zu gestalten, haben sich die Macher des Films sehr dynamische Kampfszenen mit schönen Effekten einfallen lassen.
Insgesamt ist der Film angenehm zu schauen, auch wenn ich zugeben muss, dass er an einigen Punkten zu gestreckt war. Die tiefgründigen Szenen relativieren dies allerdings.
Besonders Jugendlichen oder jungen Erwachsenen kann ich empfehlen diesen Film zu gucken. Er hat einen anderen Charakter als „Die Avengers“ oder „Doktor Strange“ und bringt eine frische Brise in das Marvel-Universum.

Quelle der Bilder:
http://de.ign.com/spider-man-marvel/118943/news/tony-stark-und-die-fake-avengers-im-ersten-trailer-fur-spide
https://www.kickz.com/de/support/static/spiderman
https://www.comicbookmovie.com/spider-man/homecoming/spider-man-homecoming-soundtrack-release-date-track-list-revealed-a151435
https://www.sideshowtoy.com/collectibles/marvel-spider-man-homemade-suit-version-hot-toys-902982/
https://www.quirkybyte.com/blog/2017/04/05/civil-war-spider-man-homecoming/

Review: Assassin’s Creed III

Auch mich hat die Ankündigung von Assassin’s Creed: Origins nicht kaltgelassen, und aus gegebenem Anlass habe ich beschlossen, mit den einzigen Teil der Reihe, der in unserem Haushalt existiert, zu Gemüte zu führen: Den dritten.

Wieder einmal versetzte sich der Protagonist Desmond Miles durch den Animus in den Körper eines seiner Vorfahren, dieses Mal in den des Assassinen Connor Kenway, der zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges in Amerika gekämpft hat.

Dessen Ziel ist es, die ebenfalls in den Konflikt verwickelten Templer auszuschalten, allen voran seinen Vater Hathyam und dessen rechte Hand Charles Lee, der einst sein Dorf niederbrennen ließ, was seine Mutter das Leben kostete.

Und auf der Suche nach ebendiesen Templern schnetzelt er sich fröhlich durch die Weltgeschichte, in der man auch bekannte Persönlichkeiten wie George Washington oder Benjamin Franklin treffen kann.

Da man, wie der Titel fast vermuten lassen könnte, ein Assassine ist, dürfen natürlich auch die entsprechenden Fähigkeiten nicht fehlen: Klettern auf der einen Seite, denn fast jedes Gebäude, jede Klippe und jeder Baum lassen sich erklimmen, Kämpfen auf der anderen.

Das Kampfsystem macht vor allem Spaß, weil man vernünftige Chancen zum Zustoßen und Kontern bekommt, die die Kämpfe flüssig machen. Aber nur so lassen sich nicht alle Gegner besiegen, denn man muss auch deren Deckung durchstoßen, ihren Musketenschüssen ausweichen – am besten, indem man einen anderen Gegner vor sich zieht – und mit zahlreichen anderen Waffen neben den üblichen verstecken Klingen, zum Beispiel mit Schwertern, Pistolen oder Wurfpfeilen, umgehen können.

Davon kann man selbst welche freischalten, in Truhen entdecken, oder sie aber aufwerten, indem man das interessante Handels- und Craftingsystem benutzt, das ich persönlich niemals von diesem Titel erwartet hätte.

Man kann nämlich verschiedene Quests beenden, um neue Bewohner für sein Dorf zu rekrutieren oder ihre Waren zu verbessern, die man dann dazu nutzen kann, um Dinge für sich selbst herzustellen, oder welche, die man dann mit verschiedenen Konvois in die Welt verschickt, bei denen man übrigens auch noch an verschiedene Preise, Risiken und Dauern der Routen denken muss.

Aber es gibt noch mehr zu tun, wenn man wie ich lieber erst einmal alles auskundschaftet, bevor man sich in die Nähe der Hauptmissionen wagt, und zwar kann man sich entweder auf die Suche nach zahlreichen verstecken Truhen und Federn machen, oder eines von sieben Forts einnehmen, die auf den Maps verteilt sind und bei denen es sich um starke Außenposten handelt, in denen man den Kommandanten töten und das Pulverlager zerstören muss, bevor man seine Flagge hissen kann.

Dazu gibt es in jedem Fort verschiedene Wege, sich unbemerkt einzuschleichen und sich hinter dem Rücken der Wachposten vorzuarbeiten, wenn man nicht gleich die ganze Horde am Hals haben will.

Apropos von einem Haufen von Feinden verfolgt werden: Wenn man Gegner tötet, steigt der Bekanntheitsgrad und man wird eher von ihnen entdeckt und angegriffen. Um dem entgegenzuwirken, hat man verschiedene Möglichkeiten, unter anderem das Abreißen von Plakaten und das Bestechen von Stadtschreiern, eine Mechanik, die ich noch nie so erlebt habe.

Und bei den Gefechten auf dem Land, bei denen man teilweise auch Quests hat, in denen man Truppen befehligen oder Kanonen abfeuern muss, bleibt es nicht, denn die maritimen Missionen stehen einem auch noch zu Verfügung.

In denen muss man entweder Flotten versenken, Schiffe verfolgen oder Handelsschiffe beschützen. Und dazu muss man nicht nur die Segel setzen und sein Schiff durch einige Engpässe steuern, sondern auch die Kanonen ausrichten und feuern.

Und das ist nicht einmal alles, was man machen kann. Alleine diese Aufzählung sollte reichhaltig bewiesen haben, dass man auch in diesem Spiel wieder genug zu tun hat und sich einige Stunden in dieser Welt voller interessanter Charaktere verlieren kann.

Wieder einmal hat Ubisoft es geschafft, mit ihrer Open-World-Formel ein Game zu kreieren, das von vorne bis hinten Spaß macht und in den man ohne Reue einige Stunden versenken kann!

Quelle: https://www.ubisoft.com/en-us/game/assassins-creed-3/ [Bilder]

Review: Dying Light & The Following

Als eine Person, die Action, Open World und Games mit dutzenden Nebenquests mag, in denen man sich stundenlang verlieren kann, musste ich mir natürlich auch Dying Light und seine Fortsetzung, Dying Light – The Following der Entwicklungsfirma Techland ansehen – und zugeben, dass dieses Spiel alle meine Erwartungen weit übertroffen hat.

Erst einmal zur Story: Kyle Crane, ein Agent des GRE, wird in die von Zombies verseuchte Stadt Harran geschickt, um dort eine Mappe mit wichtigen Informationen zu sichern, die ein ehemaliger Politiker, der dann doch lieber Kriegsherr wurde, an sich gerissen hat.

Doch das alles läuft nicht wirklich so wie geplant, denn er wird selbst gebissen und von den Menschen aus dem Turm, einer relativ sicheren Zone, gerettet, mit denen er sich verbündet und denen er schließlich helfen will, ein Heilmittel zu finden.

Und nicht nur im Turm und Umgebung lassen sich interessante Charaktere finden, unter anderem der Parkourlehrer Brecken oder die Kickboxerin Jade, die die an sich schon detailreiche Spielewelt noch realistischer machen, auf der ganzen Map kann man Verbündete und Feinde treffen, die einem das Leben erschweren oder erleichtern.

Gerade Letztere sind nicht zu unterschätzen, denn die verschiedenen Arten von Zombies, zum Beispiel die rennenden und kletternden Virusträger oder die stark gepanzerten Rammer, sind nicht die einzige Gefahr in der Stadt, auch Menschen unter der Führung von Rais, der die Macht in der Stadt an sich reißen will, stellen besondere Gegner dar, da sie Waffen verwenden können und sich im Kampf als sehr geschickt erweisen.

Um diese zu erledigen, bekommt man dafür aber auch eine gehörige Anzahl von Waffen, die man auch mit verschiedenen Mods, die zum Beispiel Feuer-, Elektrizitäts- und Gifteffekte haben, ausstatten kann und mit denen es eine Menge Spaß macht, Zombies und anderes Gekreuch zu erledigen, wenn man sich erst einmal ein bisschen an das Kampfsystem gewöhnt hat.

Auch legendäre Waffen sind dabei, deren Entwürfe man überall in der Stadt versteckt finden kann, die mit ihren übertriebenen Effekten noch mehr Spaß in die Sache bringen. Auch andere Werkzeuge kann man finden und freischalten, unter anderem einen Wurfhaken oder einen Wingsuit.

Und nicht nur Nahkampfwaffen kann man finden, auch Pistolen, Gewehre und die allseits beliebten Schrotflinten. Die sind allerdings, samt Munition, relativ selten, und man sollte sich es vorher auch gut überlegen, ob man sie einsetzen möchte, da die Geräusche gefährlichere Infizierte anlocken, weshalb die Kämpfe trotz dieser Waffen nicht gerade einfacher werden.

Und besonders in der Nacht kann man nicht mehr von einfachen Kämpfen sprechen, denn dann tauchen die Schattenjäger auf, Zombies, die so schnell und stark sind, dass man besser die Beine in die Hand nimmt. Unglücklicherweise rotten sie sich auch gleich in Massen zusammen und blasen regelrecht zur Verfolgung auf, was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.

Diesen Horror zu erleben, lässt sich aber nicht immer vermeiden, denn einige Haupt- und Nebenquests lassen sich nur in der Nacht erledigen. Wenigstens bekommt man dafür auch doppelte Erfahrungspunkte, mit denen man das Skillsystem, das leichtere Kills und flüssigere Fortbewegung in der Welt ermöglicht, wie ich es bei keinem anderen Freerunning-Game bisher erlebt habe, ausbauen kann.

Die eben genannten Quests können alles beinhalten, von Schießereien mit anderen Überlebenden, über Überlebenskämpfe gegen Zombiehorden bis zum Erklimmen von den höchsten Gebäuden der Stadt oder dem Sammeln von Gegenständen in gefährlichen Gebieten, genug Abwechslung ist jedenfalls dabei.

 

The Following ist das größte DLC des Spiels, denn es fügt den beiden durchaus ansehnlichen Gebieten der Slums und der Altstadt noch das Land hinzu, das neue Gefahren, aber auch neue Hoffnungen birgt.

Aufgrund von Gerüchten über Menschen dort, die gegen den Virus immun sind, verlässt man die Stadt und dringt in das Gebiet eines Kultes ein, deren Vertrauen man gewinnen muss, indem man Aufträge für sie erledigt.

Dabei bekommt man unter anderem einen Buggy, der nötig ist, um die riesige Karte richtig zu erkunden, und natürlich auch, um Zombies über den Haufen zu fahren und sich zahlreiche Rennen gegen die Zeit zu liefern.

Mit ihm wird sogar ein neuer Skillbaum eingeführt, dank dem und dank der zahlreichen Bauteile, die man finden kann, man sein Gefährt verbessert, um es stabiler, schneller und natürlich auch tödlicher zu machen.

Nicht nur der bringt Aufruhr in die Sache, auch die Schattenjägernester, die man unter Zeitdruck in der Nacht erledigen muss, die sogenannten „Freaks“, riesige und starke Zombies, die man am besten mit äußerster Sorgfalt und den stärksten Waffen erledigt, und die neue Umgebung, in der man sich nicht mehr darauf verlassen kann, schnell auf ein Hausdach zu klettern, um der Meute zu entkommen.

 

Fazit: Von diesem Spiel wurde ich mehr als nur überrascht, denn während man am Anfang noch mühsam die Gebäude erklimmen muss, weil man es nicht mit den zahlreichen Infizierten aufnehmen muss, fliegt man später praktisch durch die Stadt, dank des harmonischen Parkour- und Kampfsystems, das ein flüssiges Spielerlebnis garantiert, das man selten sieht.

Viele Elemente, unter anderem Action, Horror, Parkour, Shooter und später auch Autorennen, wurden hier durchaus gekonnt gemischt und machen das Gesamtpaket zu einem Erlebnis, in das man auch nach dem Ende der Story noch gerne Stunden investiert, sodass ich sagen kann, dass Dying Light inzwischen zu meinem absoluten Lieblingsspielen zählt.

 

Bildquelle: http://techland.pl/

Review: Die Stahlhöhlen

Da ich mich sehr für Science Fiction interessiere, habe ich beschlossen, mir auch einmal ein paar Genreklassiker zu Gemüte zu führen, und da gehört „Die Stahlhöhlen“ von Isaac Asimov definitiv dazu.

Kurz gesagt spielt die Geschichte auf einer Erde, auf der die Menschen in den sogenannten „Cities“ leben, überdachten Megametropolen, in denen alles streng rationiert werden muss, um das gigantische Bevölkerungswachstum zu ermöglichen.

Der Protagonist, Lije Baley, ist ein Polizist, der den Mordfall an einem Professor aus Spacetown lösen soll, was besonderes politisches Gewicht hat, da die Spacer den Erdenmenschen mit größerem Misstrauen begegnen.

Und ihm zur Seite gestellt wird ausgerechnet ein Roboter, R. Daneel, den man äußerlich nicht einmal mehr von einem Menschen unterscheiden kann, und der erst recht Skepsis sät.

Was folgt, ist eine Mordermittlung, die im Gegensatz zu den meisten modernen Krimis über zahlreiche Hinweise nicht direkt zum Ziel führt, sondern auch zahlreiche Fehlversuche mit sich zieht.

Das macht das Ganze besonders interessant, denn nicht nur liegt der Protagonist mit seinen Vermutungen nicht immer richtig, er ist aufgrund seiner anfänglichen Abneigungen gegen Roboter auch für manche Theorien nicht empfänglich.

Gemeinsam mit der detaillierten, futuristischen Welt, von der sich selbst heutige Science Fiction nicht Einiges abgucken kann, wirken nicht nur die Hauptfiguren und ihre Ängste absolut realistisch, sondern auch die weitere Entwicklung der gesamten Menschheit, gemeinsam mit dem System, das sie am Leben hält.

Auch der Fall an sich ist nicht nur aufgrund seiner politischen Brisanz interessant, sondern auch aufgrund der Möglichkeiten, die Täter und Polizei zur Verfügung stehen, und die wir in unserer Zeit nicht haben.

Das alles wird vom Autor eindringlich und realistisch beschrieben, sodass man sich in die Figuren und ihre Situation hineinversetzen kann und der Lösung des Falls und der damit erfolgenden Rettung des Protagonisten entgegenfiebert.

Im Nachhinein muss ich zugeben, von dem Roman mehr als nur positiv überrascht worden zu sein, denn bei älteren Büchern erwartet man häufig eine trockenere Erzählweise, die bei dieser überaus lebendigen Geschichte ganz und gar nicht zum Einsatz kam.

Quelle: http://www.bereitsgesehen.de/wbblite/index.php?page=Thread&threadID=23146 [Bild]

Overwatch: Neuer Held Doomfist

Seit dem „Zeitungsbericht“ vom 04.07.2017 war klar, dass Doomfist nicht mehr lange auf sich warten lassen würde, doch als zwei  Tage später auf einmal zwei Videos mit seiner Hintergrundgeschichte und seinem Developer Update erschienen, war man schon von der Geschwindigkeit dieser Ereignisse überrascht.

Doomfist, aka Akande Ogundimu, wurde laut dem Bericht von Reaper aus dem Gefängnis befreit, in dem er seine Zeit gefristet hat, und hat daraufhin das Chaos in Numbani angerichtet, aus dem letztendlich Orisa entstanden ist.

Und jetzt ist er schon live auf dem PTR-Server. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, ihn gleich auszuprobieren und eine kurze Zusammenfassung seines Charakters zu erstellen.

Hintergrundgeschichte: Als ehemaliger Kampfsportler und Erbe eines großen Unternehmens, verliert er nach der Omnic-Krise nicht nur seinen Arm, sondern auch seine Zulassung für Wettkämpfe, was ihn in Verzweiflung stürzt, aus der ihn Akinjide Adeyemi, der ehemalige Doomfist, befreit, indem er ihm einen Job bei Talon anbietet.

Dort steigt er schnell in den Rängen auf und wird aufgrund seiner vielseitigen Talente zum neuen Anführer, indem er seinen ehemaligen Lehrer tötet und dessen Identität und Handschuh, der ihm Kräfte verleiht, an sich nimmt.

Ingame-Werte: Er ist ein DPS der offensiven Klasse und hat im Normalzustand 250 HP.  Dank seiner Waffen gehört er eher in den Nahkampf, kann aber auch aus mittlerer Distanz angreifen. Seine Schwierigkeit beträgt drei Sterne.

Fähigkeiten:

Primärfeuer (Handkanone): Bis zu vier Schüsse aus seiner Faust, die relativ kurze Reichweite haben und sich automatisch regenerieren.

Sekundärfeuer (Dampfhammer): Eine aufladbare Attacke, bei der Doomfist auf Gegner zustürmt und ihnen extra Schaden zufügt, wenn sie gegen die Wand prallen.

E (Seismischer Schlag): Er springt in die Luft und schlägt auf den Boden, um Feinde zu sich zu schleudern.

Shift (Uppercut): Doomfist schleudert sich und einen Gegner in die Luft.

Ultimate (Meteorschlag): Er springt in die Luft und stürzt auf Feinde in einem bestimmten Gebiet nieder, wobei er starken Schaden verursacht.

Passive Fähigkeit (Offensive Verteidigung): Wenn er Fähigkeitenschaden verursacht, erhält er kurzweilige Schilde.

Handling: Aufgrund der zu Gegnern benötigten Nähe kann man sich als Anfänger schnell überschätzen und trotz der Schilde ein schnelles Ende finden,  wenn man seine Bewegungsfähigkeiten nicht richtig einsetzt.

Und genau diese machen ihn besonders anspruchsvoll, denn trotz der schnellen horizontalen oder vertikalen Bewegungen den Überblick zu behalten, der einem im Kampfgeschehen das Leben rettet, ist nicht unbedingt einfach.

Doomfists Artwork

Fazit: Es macht aber auf jeden Fall Spaß, ihn zu spielen, weil er überraschend mobil ist und sich seine Fähigkeiten gut ergänzen, sodass starke Kombinationen möglich sind.

Auch ist es interessant, mehr über Talon und seine Hintergrundgeschichte zu erfahren, vor allem, weil die Existenz seines Charakters zwar schon länger bekannt ist, aber bis vor einigen Tagen nichts weiter enthüllt worden war.

Er ist definitiv ein Charakter, der im Spiel selbst und um der Geschichte, die darum gesponnen wurde, für viele Veränderungen sorgen wird, und ich bin gespannt, wie sich die Sache weiter entwickeln wird.

 

Quelle: https://playoverwatch.com/de-de/heroes/doomfist/

Review: Sweet Tooth

Ich habe vor einigen Tagen endlich die beiden letzten Bände der Comicreihe „Sweet Tooth“ von Jeff Lemire gelesen, die gleichzeitig auch den Abschluss der Geschichte darstellen, und zu diesem Anlass wollte ich die lange überfällige Review dazu verfassen.

Die Story handelt von einer Seuche, die die ganze Menschheit dahinrafft. Mitten im Chaos können keine normalen Kinder mehr geboren werden, sondern Mensch-Tier-Hybride, darunter auch der Hirschjunge Gus.

Als auch sein Vater an der Krankheit stirbt, verlässt er den Wald, in dem er behütet aufgewachsen ist und schließt sich dem Einzelgänger Jepperd an, um sich auf die Suche nach einer sicheren Zone zu machen.

Auf dem Weg treffen sie zahlreiche weitere Verbündete und Feinde, darunter andere Tierkinder, Wissenschaftler und „Weltverbesserer“ aller Art, die davon besessen sind, ein Heilmittel zu finden und dafür über Leichen gehen.

Während das Setting nach ganz normalem Apokalypsen-Wahnsinn klingt, wurde es doch ganz anders umgesetzt, denn nicht nur ist der Protagonist immun dagegen, er ist auch noch ein Kind, das sich auf einen Erwachsenen verlassen muss, was die Spannung noch einmal steigert.

Die Charaktere sind realistisch und menschlich gezeichnet, dass sie Fehler begehen, gehört dazu, und davor sind nicht einmal die Protagonisten gefeit. Selbst die Bösewichte kann man verstehen, denn im Endeffekt wollen sie alle nur ihr Überleben sichern und herausfinden, was geschehen ist.

Auch der Zeichenstil ähnelt dem, den man aus zahlreichen Superheldencomics kennt, überhaupt nicht. Stattdessen wurde Wert auf Individualität und Emotion gelegt, die durch die einzigartigen Zeichnungen verstärkt werden.

Langsam mehr über die Hintergründe der Seuche und der Motivationen der Charaktere zu erfahren und zu beobachten, wie sich ihre Geschichten entwickeln, hat für ständig spürbare Spannung gesorgt, sodass man die Hefte am liebsten am Stück durchlesen wollte.

Alles in allem bleibt nur zu sagen, dass es sich bei dieser Reihe um eine der kreativsten handelt, die ich jemals lesen durfte. Nicht nur dem Setting wurde eine ganz persönliche Note verliehen, sondern auch der Art und Weise, zu erzählen.

 

Quellen:

https://www.readdcentertainment.com/search?search=sweet+tooth

http://www.serien.ninja/sweet-tooth-das-finale-kapitel/ [Bild]

Review: Rausch

Ich muss zugeben, dass ich mit gehörigen Zweifeln an „Rausch“ von John Griesemer herangegangen bin, einfach, weil ich niemals ein ähnliches Thema in einem Roman verarbeitet gelesen habe. Die Frage, worauf die verschiedenen Handlungsstränge, mit denen man immer wieder konfrontiert wird, am Ende herauslaufen sollen, hat mich auch während meines gesamten Lese-Erlebnisses begleitet.

Die Geschichte handelt vom Stapellauf der Great Eastern, dem damals mit seinen 211 Metern größten Schiff der Welt, und vom Verlegen des Transatlantikkabels, geht jedoch besonders auf die Einzelschicksale der Menschen ein, vor allem auf das des Ingenieurs Chester Ludlow, der einen neuen Abrollmechanismus erfand. Weitere Charaktere sind seine Ehefrau, sein Bruder, der Zeichner, der die Reise dokumentiert, eine Pianistin und ihr Mann.

Insgesamt eine beträchtliche Anzahl von Persönlichkeiten, die alle mit steigender Seitenzahl besser zum Ausdruck kommen und mehr oder weniger verständlich handeln. Der Schluss des Buches wirkt, das muss ich zugeben, in dieser Hinsicht jedoch fragwürdig, da er überraschend und ein bisschen unvorbereitet kommt.

Der Schreibstil an sich gefällt mir sehr gut und unterstreicht die besondere Atmosphäre des Buches, ob es nun um die Gefühle der Charaktere geht, die technischen Details ihrer Reise, oder die Begegnung mit dem Unfassbaren.

Die damalige Zeit ist realistisch und detailgetreu dargestellt, auch, was den Menschen damals wichtig war und wie sie auf gewisse Begebenheiten reagiert haben.

Obwohl mich das Thema des Buches beim Lesen des Klappentextes nicht besonders interessiert hat, hat mich der Roman bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen, sodass ich ihn gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Wie die Handlungsstränge an einigen Stellen zusammenfließen und sich an anderen wieder trennen, nur um am Ende ihren Platz im Gesamtbild einzunehmen, ist es, was den besonderen Reiz des Buches ausmacht.

Quelle: https://www.thalia.de/shop/home/suchartikel/ID30607879.html?sq=rausch%20griesemer [Bild]

Review: Novi Stars – Orbit Beach

Eigentlich sind sie mir nur durch Zufall in die Augen gefallen, und zwar in einem Spielzeugladen in Holland, wo noch die letzten Reste der Orbit Beach Reihe, Una Verse und Ari Roma, in den Regalen auf einen willigen Käufer (Mich) gewartet haben.

Was mir sofort in die Augen gefallen ist, ist der besondere Kopf der Puppen, der einerseits sehr groß und breit ist, und andererseits glitzernde Augen mit langen Wimpern hat. Passend für ein Alien und auf jeden Fall ein interessantes stilistisches Merkmal.

Una Verse, die erste, die ich aus der Reihe gesehen habe, sticht durch ihre abstrakte Kopfbedeckung und die spiralisierten Antennen hervor. Ihre blaue Haut mit dem Verlauf in den Beinen passt gut zu ihren langen, blau-weißen Haaren, die in einem Zopf gebunden sind, genau wie ihr silberner, kreuzförmiger Badeanzug. Nur die lila Spitzen der Schuhe brechen leicht unangenehm mit diesem Bild.

Zwischenfazit: Ein stimmiges Äußeres, und genau das, was man von einem Alien am Strand erwarten würde. Vor allem das blaue und silberne Farbschema finde ich sehr ansprechend.

Ari Roma hat einen violetten Afro, in dem ihre Sternchenantennen ein wenig untergehen, und trägt eine Art Taucherblase um ihren Kopf. Ihr Badeanzug ist schwarz, hat ähnlich wie ihr normales Outfit gelbes, durchsichtiges Plastik an den Hüften, und ist mit großen Perlen verziert. Ihre Haut ist pink und glitzert, dazu passend sind hohe Stiefel in der gleichen Farbe.

Zwischenfazit: Ihr Design ist definitiv das niedlichste der Reihe, angefangen bei ihren Haaren, über das Herz auf ihrer Glocke bis hin zu dem Perlenschmuck des Badeanzugs.

Alie Lectric hat bodenlange, violett-schwarze Haare und trägt einen blauen, breiten Hut. Anders als sonst sind ihre Antennen golden, ebenso wie ihr Badeanzug, zu dem auch Schulterschmuck in der gleichen Farbe gehört. Besonders auffällig sind ihre hohen, blauen Schuhe mit abstraktem Muster, die durch ihre Farbwahl zum Hut passen.
Ihr Kopf ist hellgrün, der Rest des Körpers ist eher in einem grün mit Goldstich gehalten, was ihr ein einzigartiges Aussehen verleiht.

Zwischenfazit: Definitiv meine Lieblingssgestalt aus der Reihe, da sie durch ihre Farbkombination einfach edel wirkt, während die blauen Details noch ein wenig Spannung in die Sache bringen.

Mae Tallick hat pinke Haut, auf der man ihre Linien, die an einen Roboter erinnern, sieht. Ihr Bikini hat silberne Ränder und ein pink-schwarzes Karomuster. Besonders verändert haben sich im Gegensatz zum Original ihre Haare, die nun kürzer, nicht in zwei Zöpfen gebunden und nicht mehr knallig türkis gefärbt sind.
Im Gegensatz zu ihrem normalen Outfit sind die Rollschuhe nicht mehr ihre Füße, sondern separate Schuhe.

Fazit: Warum ein Roboter in Rollschuhen am Strand sein sollte, ist vielleicht ein bisschen zweifelhaft, aber sie fügt sich mit ihrem Outfit trotzdem gut in das Szenario ein, auch mit ihrem Hut, der auf dem Bild allerdings nicht zu sehen ist.

Außerdem waren bei allen Puppen noch Bürsten und Sonnenbrillen dabei, die eine nette Ergänzung dazu darstellt.

Gesamtfazit: Bei Strandreihen insgesamt scheinen die Designer der Meinung zu sein, dass sie sich nicht so viel Mühe geben müssen, um das Gefühl der Linie zu vermitteln. Das war hier nicht der Fall, denn die beiden Themen „Strand“ und „Weltraum“ wurden stimmig kombiniert, ohne eines der beiden zu bevorteilen.
Und wer kann sich nicht vorstellen, diese Vier an einem außerirdischen Strand zu sehen, vielleicht sogar mit einem großen Planeten und einem auffällig gefärbten Himmel im Hintergrund?

Review: Overwatch

Wer sich auch nur ein bisschen für Videospiele interessiert, kann um den Hype um dieses Spiel nicht herumgekommen sein. Auch wenn es erst von vielen abfällig als Team Fortress Abklatsch betitelt wurde, hat sich die Meinung der Menschen schnell gewandelt, je mehr man von dem Game erfahren hat.

Am überzeugendsten finde ich persönlich die Charakterauswahl, die nicht nur mit ihrer schieren Zahl, sondern auch mit ihrer Vielfalt besticht. In welchem Online-Shooter kann man schon ein Gorilla, ähm, Wissenschaftler mit einer Tesla-Knarre sein? Oder ein Cyborg Ninja, der seine Gegner mit Wurfsternen bezwingt?

Dazu kommt auch noch, dass jede Figur einzigartige Zusatzkräfte hat, die in bestimmten Situationen nützlich sind, jedoch keine allzu großen Vorteile gegenüber anderen bieten, sodass jeder eine reelle Chance auf den Sieg hat, auch wenn natürlich zu beachten ist, dass ihnen auch verschiedene Schwierigkeitsstufen zugeteilt wurden.

Beispiele sind eine Betäubungsgranate, verschiedene Fähigkeiten zum schnellen Fortbewegen oder klettern, und das Aufstellen von Selbstschussanlagen. Diese unterscheiden sich wirklich bei jedem Charakter und tragen damit zu einem einzigartigen Spielgefühl bei.

Hinreichend bekannt sind in dieser Hinsicht die „Ults“, ultimative Fähigkeiten, die sich durch zugefügten Schaden oder nach einer bestimmen Zeit aufladen und alle Gegner in Angst und Schrecken versetzen, da sie einen zum Beispiel dazu befähigen, Verbündete wieder aufstehen zu lassen, zwei riesige Drachen zu beschwören, die sich durch die Reihen der Feinde bohren, oder sich in einen Panzer zu verwandeln.

Dass es inzwischen 23 verschiedene Helden gibt, trägt ebenfalls zur Vielfalt bei, sowie die Tatsache, dass sie alle in interessanten Beziehungen zueinander stehen, egal, ob sie Verbündete oder Feinde, Mentor oder Schüler, sind, oder ob sie früher eines der beiden waren.

Die Hintergrundgeschichte, die sich um die Omnic-Krise, bei der Roboter für Rechte demonstriert haben, was allerdings in einen waschechten Krieg ausartete, und die Organisation Overwatch, die für Recht und Ordnung sorgen soll, dreht, ist nicht vollkommen bekannt, doch durch Comics und animierte Kurzfilme bekommt man immer mehr Einblicke, die einen nur noch neugieriger machen.

Die kurzen und actionreichen Schlachten spielen sich auf detailverliebt und für den Spielspaß perfekt balancierten Maps, die alle möglichen Länder der Welt darstellen, ab. In den Hauptmodi muss man dort entweder einen Punkt erobern und für eine bestimmte Zeit halten, eine Fracht zum Ziel befördern, oder das verhindern.

Die Grafik ist trotz ihrer comichaften Art überraschend detailliert, und man hat sich wirklich Mühe gegeben, die Animationen im Spiel und auch in den Youtubevideos, die viele auf einen richtigen Film hoffen lassen, flüssig zu halten und mit ihnen die Persönlichkeiten der Charaktere zum Beispiel durch Gangart oder Haltung zu verdeutlichen.

Und diese Persönlichkeiten können sich sehen lassen. Oben habe ich die vielfältige Auswahl bereits angerissen, doch darüber könnte man wirklich ganze Romane schreiben. Während über einige noch nicht viel bekannt ist, kann sich die Kreativität beim Gestalten der Anderen bereits sehen lassen: Von fröhlichen Charakteren wie Tracer, der Titelheldin, über eiskalte Killer wie Widowmaker, ihre Rivalin, bis hin zu dem verrückten Junkrat oder dem sarkastischen bis schlecht gelaunten Reaper.

Bei den Figuren werden vier typischen Gruppierungen unterschieden: Offensiv, Defensiv, Tank und Unterstützung. Während die ersten drei selbstverständlich beliebt sind, kennt man es aus anderen Spielen eher, dass es bei der letzten nicht unbedingt so ist. Hier hat man sich jedoch Mühe gegeben, auch diese Helden so auszubalancieren, dass sie andere mit Heilung und Buffs unterstützen, aber selbst noch ordentlich zuschlagen können.

Bei den offensiven Charakteren liegt der Fokus auf der Beweglichkeit, allerdings sind sie teilweise auch eher Allrounder, die in jeder Situation Druck machen können. Defensive Helden können ein Ziel super mit Fallen und Waffen verteidigen, sind dafür aber eher unbeweglich, während Tanks, wie man es kennt, viel Schaden einstecken und so Punkte besser halten.

Allerdings war es das noch nicht, denn in der Arcade kann man auch andere Spielarten ausprobieren, indem man zum Beispiel nach jedem Tod einen zufälligen Helden zugewiesen bekommt, oder eines der Brawls ausprobiert, in dem die Regel des Grundspiels durcheinander geworfen wurden, zum Beispiel, weil nur bestimmte Charaktere erlaubt sind.

Ebenfalls möglich sind Duelle, entweder 1v1 oder 3v3, und natürlich kann man sich bei den Hauptmodi auch entscheiden, ob man gegen andere Spieler antreten will oder die KI-Gegner vorzieht.

Bei Events, die ziemlich häufig vorkommen (zu diesem Zeitpunkt waren es bisher die Sommerspiele, Halloween, Winter und das Mondneujahr), gibt es nämlich nicht nur frische Kosmetikgegenstände, sondern auch neue Modi. Im letzten zum Beispiel kam das häufig gewünschte Capture the Flag hinzu, das ganz neue Herausforderungen mit sich bringt.

Apropos Kosmetik: Für jeden der zahlreichen Charaktere kann man Skins, die von normalen Umfärbungen bis zu den Legendaries, die fast das komplette Aussehen verändern, reichen, Sprays, Sprüche, Emotes und Highlight Intros freischalten, sodass nicht nur das normale Spielen Spaß macht, sondern auch das Ausrüsten seiner Figur.

Und das Beste daran: Das Spiel ist noch gar nicht abgeschlossen, denn auch nachträglich werden noch Charaktere wie Ana und Sombra, oder Maps wie zuletzt Oasis hinzugefügt, die einen immer wieder motivieren, vorbeizuschauen.

Quelle: https://playoverwatch.com/de-de/

Review: Alice: Madness Returns

Alice im Wunderland ist auch heute noch ein beliebtes Buch, was dutzende von veränderten Versionen, ob in Büchern, Filmen oder, wie hier, Videospielen erklärt. Doch so wie hier habe ich die Geschichte noch nicht erlebt.

Im Spiel „Alice: Madness Returns“ schläft die gute Dame nämlich nicht einfach unter einem Baum ein und erträumt sich das Wunderland, nein, es wird ihr Zufluchtsort in ihrer Fantasie, nachdem ihre Familie bei einem Feuer ums Leben kam und sie für zehn Jahre in die Psychiatrie gesteckt wurde.

Und ähnlich düster geht die Geschichte weiter, denn in jedem der sechs Kapitel, die man durchlebt, erhält man eine weitere Erinnerung über ihre Vergangenheit, deren Geheimnisse auf diese Art langsam enthüllt werden. Zwischendurch geht die Geschichte auch im viktorianischen London weiter, wo Alice in der Realität lebt.

Und Elemente aus ebendieser Realität lassen sich auch im Wunderland finden, wenn auch nur in versteckten, hinter dem Fantastischen verborgenen Anspielungen, die sich am Ende zu einem großen Gesamtbild zusammenfügen und eine Handlung ungeahnter Ausmaße, die einen schockiert und in den Bann zieht, enthüllen.

Die Level selbst sind liebevoll gestaltet wie man es nur selten zu sehen bekommt. Da jedes von ihnen ein anderes Thema hat, angefangen mit Industrie, Unterwasser und Asien über das Schloss der Herzkönigin bis hin zum Puppenhaus, ist es eine besondere Freude, die wunderschöne Landschaft zu betrachten und in ihnen Rätsel zu lösen, von Plattform zu Plattform zu springen oder Gegner zu besiegen.

In jedem von ihnen trifft man grotesk verzerrte Charaktere, die man bereits aus der originalen Geschichte kennt, und von denen einige einen unterstützen, während andere versuchen, die Zerstörung des Wunderlandes durch den Infernalischen Zug voranzutreiben.

Ein großes Lob muss auch an den Stil der Cutscenes ausgesprochen werden, da diese nicht immer mit den „normalen“ Charaktermodellen animiert wurden, sondern manchmal auch so, dass die ausgeschnittenen Papierfiguren mit puppenhaften Bewegungen ähneln, was perfekt dazu passt.

Außerdem gibt es für jeden Ort spezifische Minigames, in denen man Aufgaben wie Puzzeln, Rutschen, Notenspielen, einen versteckten Tintenfisch finden oder Schach bewältigen muss. Weitere Spiele handeln von einer Schifffahrt, einem Side-Scroller im orientalischen Stil und von der Beförderung eines Puppenkopfes durch einen Hindernisparkour geht. Und nicht zu vergessen, mein absoluter Favorit: Als Gigantin (nachdem man besagten Kuchen gegessen hat, versteht sich) ganze Außenposten von Kartenwachen fertigmachen, indem man sie einfach zertrampelt. Wie man daran sehen kann, ist die Auswahl nicht gerade gering und sorgt für genug Abwechslung, um dem Spiel auf der einen Seite den Spaßfaktor zu verleihen, ohne die eigentliche Handlung untergehen zu lassen.

Für jedes Level gibt es auch noch ein eigenes Kleid, das sich der Landschaft anpasst, und in den ersten bekommt man auch noch verschiedene Waffen, angefangen mit der Vorpal-Klinge, die einigen aus dem Gedicht um den Jabberwock bekannt vorkommen sollte, über die Pfeffermühle, die Uhrwerkbombe, den Regenschirm, das Steckenpferd bis hin zur Teekanone, die alle unterschiedliche Funktionen haben und für das Lösen bestimmter Rätsel oder das Besiegen einiger Gegner gebraucht werden.

Von diesen gibt es auch in jedem Level unterschiedliche, die sich der Landschaft angepasst haben und allesamt gut ins Wunderland passen, doch verschiedene Stufen des Verfalls finden sich überall und werden von Ort zu Ort stärker und schwieriger zu besiegen, sodass man wirklich alle Waffen und sonstigen Gerätschaften benutzen muss.

Nicht nur die Designs der Gegner und der Protagonistin sind einfallsreich, auch die anderen Charaktere, die man so trifft, ob im Wunderland oder in der Realität, sehen auch immer ihrer Persönlichkeit entsprechend, und damit relativ cartoonähnlich aus, was den verrückten Stil insgesamt unterstreicht.

Insgesamt lässt sich nur sagen, dass das Spiel aufgrund seiner Vielfältigkeit und ausgelebten Verrücktheit, gepaart mit guter Mechanik und ebenso schönem Gameplay auf jeden Fall zu meinen Favoriten gehört und ich wirklich enttäuscht war, als ich gehört habe, dass EA einen Nachfolgetitel abgelehnt hat.

Quelle: http://www2.ea.com/de/alice-madness-returns/images