Review: Staxel

Nachdem ich mich den ganzen Monat lang kaum von diesem Spiel losreißen konnte, habe ich beschlossen, endlich eine Review dazu zu verfassen, auch wenn sich das Spiel noch in der Early-Access-Phase befindet, also noch nicht fertig ist.

Wer Screenshots von dem Spiel sieht, wird es wohl zuerst mit Minecraft vergleichen. Und tatsächlich gibt es neben dem blockigen Artstyle noch eine weitere Gemeinsamkeit: Man kann ebendiese Blöcke abbauen und daraus einige Häuser bauen.

Und das soll man sogar, denn im Gegensatz zu dem ursprünglichen Minecraft gibt es hier eine Story: Der Spieler ist der neue Besitzer der Farm, die er wieder aufbauen und bewirtschaften muss, und kommt neu in die Stadt.

Nach und nach bekommt man immer mehr Bauaufträge, von Häusern für neue Stadtbewohner bis zu öffentlichen Gebäuden wie einem Museum, einer Tierhandlung oder einem Festivalplatz, während man die Bewohner und ihre Hintergrundgeschichten besser kennenlernt und Quests für sie erledigt.

Frühere Entwürfe einiger Dorfbewohner von Staxel – Wobei sich die Designs inzwischen stark verändert haben

Was als kleines Indie-Game für zwischendurch erscheint, hat überraschend viel Tiefe, sodass man sich schnell darin verlieren kann – Vor allem, weil die Jahreszeiten, die wie in vielen Spielen dieser Art nur aus einem Monat bestehen, nur jeweils 16 Tage haben und einem so schnell die Chance geben, aufzuholen, was man an Events oder pflanzbarem Gemüse verpasst hat.

Zum Beispiel gibt es im Frühling ein Event mit Feen-Thema, im Herbst ein Halloween-Event und im Winter ein Laternenfest, bei denen man niedliche, saisonale Möbel abstauben kann.

Dazu kommt ein einzigartiges Crafting-System, das viele Spieler überraschenderweise genervt zu haben scheint, weil man für Aktionen wie das Montieren, Kombinieren, Backen, Kochen, etc. jeweils verschiedene Stationen braucht.

Hat man sich jedoch erst einmal daran gewöhnt, kann man zahlreiche Rezepte und Blaupausen ausprobieren, die man kaufen kann oder teilweise durch Quests erhält.

Wie man es aus Animal Crossing, von dem die Entwickler inspiriert wurden, kennt, kann man auch Insekten und Fische fangen oder Fossilien sammeln und so seine Sammlungen erweitern und dafür Punkte und Belohnungen erhalten, ebenso wie für Achievements.

Alles in allem hat mich das Spiel mit seiner Fülle an Aufgaben überrascht. Es gibt eigentlich keine Momente, in denen Langeweile aufkommt, weil man immer auf der Farm arbeiten, Häuser bauen oder anderweitig Quests erledigen kann, weshalb ich keine Mühe habe, das Spiel trotz des „Early-Access-Stempels“ weiterzuempfehlen.

Bildquellen: https://playstaxel.com/

https://press.playstaxel.com/sheet.php?p=staxel

Review: Deiland

Deiland ist eines dieser Spiele, das man leicht verpassen kann, wenn man Pech hat. Aber besser spät als nie, wie ich zu meiner Freude festgestellt habe – Das von nur fünf Personen entwickelte Rollenspiel, das auf dem titelgebenden Planeten „Deiland“ spielt, ist nämlich bereits im Februar diesen Jahres erschienen und hat sich als echte Überraschung entpuppt.

Es geht darin um den kleinen Prinzen Arco, der auf Deiland lebt und den Planeten und sein magisches Kristallherz gegen verschiedene Monster und eine böse Stimme, die ihm nachts zuflüstert, verteidigen muss.

Ihm zur Seite stehen einige Charaktere, die ab und zu mit ihren Raumschiffen auf dem Planeten landen und mit denen man Handel treiben oder für die man Quests erledigen kann.

Außerdem kann man verschiedene Pflanzen anbauen und aus ihnen Gerichte kochen oder Zaubertränke brauen, Angeln gehen oder Mineralien in der Mine abbauen. Es ist sogar möglich, sein Haus weiter auszubauen und auch andere Gebilde wie Brunnen oder einen Schafstall zu bauen.

Aber das beschauliche Leben auf dem eigenen Hof ist nicht das Einzige, was das Spiel zu bieten kann, denn es kann auch mit RPG-Elementen aufwarten, indem man seinen Charakter leveln und verschiedene Attribute zum Verbessern, wie Intelligenz oder Stärke, wählen kann.

Außerdem ist da ja noch die Tatsache, dass Arco ein Prinz ist und als solcher Magie benutzen kann. Gleichzeitig muss er seinen Planeten aber auch vor einer unbekannten Bedrohung schützen, die sich langsam durch das Sammeln von Seiten der Legende eines Prinzen herauskristallisiert.

Und obwohl sich die Geschichte hauptsächlich auf Deiland selbst abspielt, kann man auch zwei andere Orte besuchen: Den Eisplaneten Ankora und einen weiteren Schauplatz, über den ich nicht zu viel verraten möchte.

Begleitet wird dieses märchenhafte Indie-Game, dessen cartoonhafte, aber nicht zu simple Grafik sich sehen lassen kann, von einem meist sanften Soundtrack, der jedoch in bei Monster- und Piratenangriffen auch mal einen Gang zulegt.

Alles in allem habe ich mit diesem Spiel viel mehr bekommen, als ich erwartet hatte. Natürlich ist die Spielzeit der Hauptstory nicht so lang wie bei zahlreichen AAA-Titeln dieser Generation, aber wenn man bereits Spiele wie Stardew Valley oder Harvest Moon mochte, kann man mit diesem hier nichts falsch machen.

Bildquellen: http://deiland.games/

Highlights der E3 2018

Würde ich über alle Neuigkeiten, die sich bei der weltweit größten Videospielmesse ergeben haben, berichten wollen, würde ich in diesem Monat nicht mehr fertig damit, deshalb werde ich mich auf die Spiele beschränken, die ich für besonders interessant halte. Dabei werden die Spiele natürlich alphabetisch aufgezählt, hier soll ja niemand benachteiligt werden.

Assassin’s Creed Odyssey

Schon wieder ein neuer Teil von Assassin’s Creed? Muss das sein? – Zwei Fragen, die sich sicherlich viele, die das Event dieses Jahr verfolgt haben, stellen mussten.

Scheinbar hielt Ubisoft es allerdings für gerechtfertigt, bereits ein Jahr nach Origins einen weiteren Teil ihrer berühmt-berüchtigten Reihe anzukündigen, der einen dieses Mal ins alte Griechenland führt – Und zwar in eine Zeit, bevor der Assassinenorden überhaupt gegründet worden ist.

Wo da das „Assassin“ oder „Creed“ bleibt, sei dahingestellt. Dafür kann man sich wohl auf Massenschlachten, Schiffskämpfe, und endlich wieder eine weibliche Protagonistin freuen, ebenso wie auf mögliche Romanzen mit teilweise gleichgeschlechtlichen NPCs.

Auch weiter ausgebaute Rollenspielelemente als im Vorgänger wurden angekündigt, die der Reihe wohl einen Schubs in eine andere Richtung geben sollen, nachdem die alte bereits zur Genüge ausgekostet wurde.

Das ist natürlich ein Fortschritt im Gegensatz zu bisherigen Teilen, aber ob das bereits ein neues Spiel rechtfertigt, ist nicht ganz sicher. Ich werde die Neuigkeiten jedenfalls gespannt verfolgen und auf jeden Fall hereinschauen, ob es dieses Mal wirkliche Veränderungen geben wird.

Cyberpunk 2077

Inzwischen gibt es schon Witze darüber, dass die 2077 im Titel wohl für das Erscheinungsdatum des neuen Hoffentlich-Meisterwerks aus der Spiele-Schmiede CD Project Red steht, für das es monatelang nur einen einzigen CGI-Trailer gab, der alle Fans des Studios in gespannte Erwartung versetzt hat.

Der neueste verrät allerdings ein bisschen mehr als die Tatsache, dass die Grafik mal wieder fantastisch sein wird: Man bekommt sozusagen eine kleine Rundtour des Ortes, der angeblich als „schlechtester Ort zum Leben in Amerika“ ausgezeichnet wurde, und schnell bekommt man auch ein gutes Gefühl dafür, warum dem so sein könnte.

Das Verbrechen ist in die Höhe geschossen und hat diese Stadt dabei wohl in den Albtraum jedes normalen Bürgers verwandelt, denn scheinbar kann man keine zehn Schritte gehen, um von modisch extravaganten Rowdys angegriffen zu werden oder hochentwickelten Cyborgs zu begegnen, die ebenfalls nicht alle friedlich zu sein scheinen.

Ein ziemlich großer Genresprung, denn mit der Witcher-Reihe, die das kleine Studio berühmt gemacht hat, hat das gar nichts mehr zu tun – Und gerade deshalb bin ich so gespannt darauf, wie sich dieses ästhetisch sehr ansprechende Spiel weiterentwickeln wird.

Dying Light 2

Ich muss zugeben, dass mich diese Neuigkeit wirklich überrascht hat, was wohl im Großen und Ganzen daran liegt, dass der erste Teil dieser frischgebackenen Reihe in Deutschland eher unbekannt ist, eine Tatsache, die wahrscheinlich dem Zustand zuzuschreiben ist, dass ihn die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien direkt nach seinem Erscheinen schon auf dem Kieker hatte.

Man kann also nur hoffen, dass diese Einschränkung dem zweiten Teil nicht widerfährt, der vieles anders machen will als sein Vorgänger:

Nicht nur findet die Handlung 15 Jahre nach dem Ausbruch der Zombieseuche statt, man soll auch wichtige Entscheidungen treffen können, die das Schicksal der Stadt und seiner Bewohner stark beeinflussen. Dazu hat man sich sogar den Autoren Chris Avellone ins Boot geholt, der bereits für andere beliebte Spiele geschrieben hat.

Auch das beliebte Parkoursystem, das denen von Assassin’s Creed oder Mirror’s Edge in nichts nachsteht, soll stark überarbeitet und erweitert worden sein sollen, ebenso wie der Nahkampf, der eines der Kernprinzipien des Spiels darstellt.

My Hero One’s Justice

Tatsächlich hat sich auch das nächste Spiel, das auf dem beliebten Manga „My Hero Academia“ basiert, einen Platz auf dieser Liste erkämpft, obwohl mein Interesse an solchen Spielen normalerweise nicht allzu hoch ist.

Wenn es allerdings um einen Brawler geht, bei dem man die Helden und Bösewichte aus dem Manga mitsamt ihrer ikonischen Fähigkeiten gegeneinander antreten lassen kann, wobei sie sogar coole Manöver gemeinsam durchführen können sollen, sage ich nicht nein.

Dazu soll es einen Story-Modus geben, der sich einerseits an der originalen Handlung orientieren, aber auch einige eigene Wendungen vorstellen soll.

Shadow of the Tomb Raider

Die Tomb Raider Reihe hat uns ja bereits gekonnt bewiesen, dass sich auch für diese alten Klassiker noch ein Reboot lohnt, und was für eins:

Das Actionspektakel, das sich uns als Tomb Raider 2013 geboten hat, ist nicht einmal von einem Michael Bay Film zu übertreffen, und das will schon etwas heißen. Zwischen den Explosionen wurde es auch überraschend düster, eine willkommene Abwechslung.

Im letzten Teil der Trilogie soll Lara nun endlich zum „Tomb Raider“ werden, in dem sie sich durch lebensfeindlichen Dschungel kämpft und die Maya-Apokalpyse aufhält, wie auch immer eine (mehr oder weniger) einfache Archäologin das tun soll – In dieser Hinsicht darf man wohl gespannt bleiben.

Klar ist aber auf jeden Fall, dass man erneut auf spannende und actionreiche Kletter- und Rutschpartien hoffen kann, und natürlich auf die Shooter-Elemente, die die Reboot-Reihe sich besonders von den Vorgängern abheben lassen und die Reihe in dieses Jahrzehnt geholt haben.

The Last of Us Part II

Auf dieses Spiel warten viele, seit die ersten Gerüchte über sein Erscheinen im Internet unterwegs sind. Und man kann sagen, dass der Gameplay-Trailer, der gezeigt wurde, den hohen Erwartungen mehr als gerecht wird.

Dieser beginnt mit einer unglaublich detaillierten Szene, in der Ellie, nun erwachsen, auf einer Art Ball mit einer bisher unbekannten Frau tanzt.

Diese friedliche Szene wird allerdings schnell unterbrochen, als Ellie in ein Kampfgeschehen geworfen wird, in dem sie wie schon im ersten Teil die Gejagte darstellt. Doch das Schleichen, Sprinten und Springen hindert sie nicht daran, auch ihre Kampfkünste zu zeigen.

Die flüssigen Animationen als „wie im Film“ zu beschreiben täte ihnen unrecht, denn sie erscheinen eher direkt aus dem echten Leben gegriffen zu sein. Atemlos verfolgt man den verzweifelten Überlebenskampf der Protagonistin, die sich mithilfe von allem, was ihr in die Finger kommt gegen ihre Jäger behaupten muss, und wie sie das tut!

Mit einer flüssigen Bewegung greift sie eine Flasche vom Boden, wirft sie auf einen Gegner, zuckt zusammen, wenn sie von Pfeilen getroffen wird und kämpft mit einer Machete gegen einen weiteren Feind, bis einen die Szene zurück zum Ball schickt.

Zurück bleiben Fragen und Erwartungen, die hoffentlich schnell mit neuen Trailern und Informationen gefüttert werden.

Wolfenstein: Youngblood

Gerade, wo man sich auf einen weiteren klassischen Shooter mit BJ Blazkowicz in der Hauptrolle freut, setzen die Entwickler noch einen drauf: Dieses Mal darf man nämlich seine beiden Töchter bei ihrer Reise begleiten.

Sie suchen nämlich im vom Regime besetzten Paris nach ihrem verschwundenen Vater, der einst die Revolution begonnen hat und nun irgendwo in der Großstadt verschollen ist.

Außerdem ist angekündigt worden, dass sich die Story sowohl im Koop als auch alleine spielen lassen wird, was ebenfalls eine willkommene Abwechslung ist, vor allem weil die beiden Schwestern dem kurzen Trailer nach mindestens ebenso cool wie ihr inzwischen legendärer Vater sind.

Der Qualität der direkten Vorgänger nach zu urteilen wird uns wieder ein Shooter erwarten, der andere Vertreter seines Genres locker in den Schatten stellen kann. Und dieses Erlebnis dann mit einem Kumpel zu teilen, macht die Sache noch interessanter.

Bilderquellen:

https://assassinscreed.ubisoft.com/game/de-de/home/index.aspx [Assassin’s Creed Odyssey]

https://www.cyberpunk.net/en [Cyberpunk 2077]

http://development.techland.pl/dying-light-2 [Dying Light 2]

https://www.bandainamcoent.com/games/my-hero-ones-justice [My Hero One’s Justice]

https://square-enix-games.com/de_DE/games/shadow-of-the-tomb-raider [Shadow of the Tomb Raider]

https://www.naughtydog.com/blog/the_last_of_us_part_ii_gameplay_revealed [The Last of Us Part II]

https://bethesda.net/de/article/J8WVcEYjGEsAIu86WeG6U/wolfenstein-youngblood-announce-and-trailer [Wolfenstein: Youngblood]

Review: Animal Crossing Pocket Camp

Vor einigen Monaten ist es ja endlich herausgekommen: Eine Mobile-Variante von Animal Crossing, die ich in letzter Zeit fleißig gespielt habe. Aber wie schneidet der Ableger im Vergleich zu den Originalen ab?

In dieser Variante lebt man nicht in einer Stadt und kümmert sich um ihre Bewohner, sondern man managt seinen eigenen Zeltplatz und muss verschiedene Möbel besorgen, damit die Tiere ihn auch besuchen wollen.

Und von denen gibt es eine ganze Menge. Ständig werden neue Camper ins Spiel integriert, die natürlich auch neue Gegenstände mit sich bringen – Und wer freut sich nicht, wenn er seine Lieblinge aus den Nintendo-Spielen auch auf dem Handy erleben kann?

Auch an Events mangelt es nicht: Ob Blumenzüchten, Angelrekorde brechen oder bestimmtes Material sammeln, mit dem man zeitlich begrenzte Möbel bauen lassen kann, es gibt viel zu tun. Und manchmal ein bisschen zu viel, denn vielbeschäftigte Leute haben einfach keine Zeit, alles mitzumachen, was ich ziemlich schade finde.

Zu bemängeln gibt es nur noch, dass es im Vergleich zu anderen Spielen weniger Insekten und Fische gibt, außerdem fehlen das Museum und die damit verbundenen Fossile.

Allerdings gibt es eindeutig genug zum „Bauen und Basteln“, egal ob Zeltplatzattraktionen, Möbel oder Kleidungsstücke, weshalb man lange etwas zu tun hat, selbst wenn man seine üblichen Schulden abbezahlen konnte.

Und im Gegensatz zu dem mir am besten bekannten Spiel „Wild World“ kann man das Aussehen seines Charakters jederzeit ändern, eine willkommene Abwechslung zum Stress beim Charaktererstellen der älteren Variante.

Und nun zum Fazit: Das Spiel ist definitiv gut für die kleinen Wartezeiten zwischendurch, mit ein bisschen mehr Zeit würde ich aber immer lieber zum Nintendo DS wechseln, da diese Variante zwar grafisch gleich ist, aber etwas weniger Inhalt hat.

Bilderquelle: https://www.nintendo.de/

Review: Contrast

Gerade, wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen, kommt wieder ein Spiel wie dieses um die Ecke, das ein neues Konzept und dazu noch einen einzigartigen Grafikstil mit sich bringt. Wenn ihr für den Moment genug von hyperrealistischen Shootern und mittelalterlichen Rollenspielen habt, ist dies genau das Spiel für euch.

In „Contrast“ spielt man Dawn, die einzige Freundin der jungen Didi, die außerdem die Fähigkeit hat, zwischen der „realen“ und der zweidimensionalen Schattenwelt hin- und her zu wechseln.

Und genau diese Fähigkeit muss man nutzen, um verschiedene Rätsel zu lösen, die Dawn und ihre kleine Begleiterin zu ihrem Ziel führen sollen: Der Wiedervereinigung mit ihrem Vater, der sich auf einen Deal mit den falschen Leuten eingelassen hat und vor den Konsequenzen gerettet werden muss.

Während einen dieses Spiel immer weiter in das malerische Paris der 1920er Jahre entführt, entdeckt man zahlreiche Hinweise auf die Schattenwelt und damit die Hintergründe der Geschichte, die in verschiedenen Sammelobjekten versteckt sind und so leicht übersehen werden können.

Dazu kommt noch der Soundtrack, der perfekt auf die Zeit abgestimmt ist und sich zwischen den zauberhaften Cabaret- und Zirkusszenen einfügt, um sie mit seiner Einzigartigkeit zu unterstreichen.

Was der düsteren und zugleich faszinierenden Atmosphäre noch die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass nicht alle Schatten, die man überqueren muss, stillstehen: Mal soll man über die sich drehenden Silhouetten eines Karussells springen, mal die Konversation zwischen zwei Menschen, die bis auf die beiden Protagonistinnen alle als Schatten dargestellt sind, überqueren.

Insgesamt gibt es nur zwei Sachen zu bemängeln: Manchmal ist die Steuerung leicht hakelig,  was einige Rätsel schwieriger, aber nicht unlösbar macht, und mit seinen knapp drei bis vier Stunden Spielzeit ist es an einem Tag leicht durchgespielt, obwohl es natürlich einlädt, gleich noch einmal von vorne anzufangen, um alle Geheimnisse zu entdecken.

Bildquelle: https://compulsiongames.com/en/8/contrast

Review: Outlast

Seit geraumer Zeit ist Outlast einer der hellsten Sterne am Horrorspiel-Himmel, und das nicht ohne Grund, wie ich selbst festgestellt habe.

Die Story an sich ist typisch für das Genre, wird allerdings interessant aufbereitet und vor allem durch auffindbare Dokumente erzählt: Als Journalist reist man zu der Irrenanstalt Mount Massive Asylum, um dort mysteriöse Vorfälle aufzuklären, nachdem man einen Insider-Tipp bekommen hat.

Bald sieht man sich jedoch gefangen zwischen mordenden Insassen und den Resultaten des geheimen Projekts „Walrider“, das unter dem Deckmantel der Anstalt vonstatten ging und anscheinend bereits mehr als ein Leben gekostet hat.

Mit nichts als einer Kamera bewaffnet, was ein beklemmendes Gefühl der Hilflosigkeit erzeugt, muss man also irgendwie lebend zum Ausgang kommen und die Gräueltaten im Inneren der Anstalt dokumentieren, doch dem stehen einige Gefahren im Wege.

Zum Beispiel benötigt die Kamera Batterien, um die Nachtsicht zu aktivieren, die in den dunklen Bereichen des Irrenhauses wirklich nötig ist, um zu sehen, wohin man denn gerade Hals über Kopf fliehen muss, was dem Ganzen ein ständiges Gefühl der Anspannung verpasst, die auch anhält, wenn man sich eigentlich nicht in konkreter Gefahr befindet.

Die  Momente, in denen man wirklich nichts zu befürchten hat, sind allerdings rar gesät, denn in Mount Massive wimmelt es nur so von Gegnern, die einem das Leben schwer machen, unter andere, der ehemalige Soldat Chris Walker, der verrückte Doktor Trager oder die Zwillinge.

Nicht alle Insassen sind jedoch feindlich gesinnt. Das Problem ist halt, dass man das äußerlich nicht erkennen kann und sich innerlich auf das Schlimmste vorbereitet, wenn man sich an ihnen vorbei zwängen muss.

Außerdem gibt es den Vater Martin, der versucht, einen durch die Anstalt zu geleiten, und den Kult um den Walrider, der das Mysterium um diese Gestalt und die Angst vor einer Begegnung mit ihr nur verstärkt.

Um diese ganze Tortur lebend zu überstehen, gibt es einige Mechaniken: Man kann sich in Schränken oder unter Betten verstecken, was einem nicht immer etwas bringt, weil die Bösewichte gut und gerne auch einmal darin nachschauen, Türen hinter sich schließen und Schränke vor sie schieben.

Einige Möglichkeiten also, zu überleben, und genug, um die verschiedenen Fluchtszenen zu überstehen, aber nicht so viele, dass es unnötig kompliziert wird. Und diese Abschnitte des Spiels sind nicht unbedingt linear, denn man muss teilweise durch Lüftungsschächte, Fenster oder durch den Garten fliehen.

Trotz all dieser Spannungsmacher gibt es eine Sache, die ich bemängeln muss, und das ist die sich ständig wiederholende Mechanik, bei der man zwei Hebel ziehen und dann einen Hauptschalter aktivieren muss, während in der Umgebung ein Feind auf Patrouille ist. Es ist zwar jedes Mal wieder nervenaufreibend, würde einem allerdings auf die Nerven gehen, wenn das Spiel nicht so kurz wäre.

Insgesamt ist es nämlich ziemlich kurz und kompakt, was wahrscheinlich die einzige Möglichkeit ist, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Nervosität der Spieler nicht abklingen zu lassen.

Und noch ein Pluspunkt: Das Spiel verwendet zwar Jumpscares, braucht sie aber nicht, um seine Atmosphäre aufrecht zu erhalten, weshalb es von Anfang bis zum Ende ein spannendes Erlebnis bleibt.

Bildquelle: https://redbarrelsgames.com/games/outlast/

Review: Assassin’s Creed III

Auch mich hat die Ankündigung von Assassin’s Creed: Origins nicht kaltgelassen, und aus gegebenem Anlass habe ich beschlossen, mit den einzigen Teil der Reihe, der in unserem Haushalt existiert, zu Gemüte zu führen: Den dritten.

Wieder einmal versetzte sich der Protagonist Desmond Miles durch den Animus in den Körper eines seiner Vorfahren, dieses Mal in den des Assassinen Connor Kenway, der zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges in Amerika gekämpft hat.

Dessen Ziel ist es, die ebenfalls in den Konflikt verwickelten Templer auszuschalten, allen voran seinen Vater Hathyam und dessen rechte Hand Charles Lee, der einst sein Dorf niederbrennen ließ, was seine Mutter das Leben kostete.

Und auf der Suche nach ebendiesen Templern schnetzelt er sich fröhlich durch die Weltgeschichte, in der man auch bekannte Persönlichkeiten wie George Washington oder Benjamin Franklin treffen kann.

Da man, wie der Titel fast vermuten lassen könnte, ein Assassine ist, dürfen natürlich auch die entsprechenden Fähigkeiten nicht fehlen: Klettern auf der einen Seite, denn fast jedes Gebäude, jede Klippe und jeder Baum lassen sich erklimmen, Kämpfen auf der anderen.

Das Kampfsystem macht vor allem Spaß, weil man vernünftige Chancen zum Zustoßen und Kontern bekommt, die die Kämpfe flüssig machen. Aber nur so lassen sich nicht alle Gegner besiegen, denn man muss auch deren Deckung durchstoßen, ihren Musketenschüssen ausweichen – am besten, indem man einen anderen Gegner vor sich zieht – und mit zahlreichen anderen Waffen neben den üblichen verstecken Klingen, zum Beispiel mit Schwertern, Pistolen oder Wurfpfeilen, umgehen können.

Davon kann man selbst welche freischalten, in Truhen entdecken, oder sie aber aufwerten, indem man das interessante Handels- und Craftingsystem benutzt, das ich persönlich niemals von diesem Titel erwartet hätte.

Man kann nämlich verschiedene Quests beenden, um neue Bewohner für sein Dorf zu rekrutieren oder ihre Waren zu verbessern, die man dann dazu nutzen kann, um Dinge für sich selbst herzustellen, oder welche, die man dann mit verschiedenen Konvois in die Welt verschickt, bei denen man übrigens auch noch an verschiedene Preise, Risiken und Dauern der Routen denken muss.

Aber es gibt noch mehr zu tun, wenn man wie ich lieber erst einmal alles auskundschaftet, bevor man sich in die Nähe der Hauptmissionen wagt, und zwar kann man sich entweder auf die Suche nach zahlreichen verstecken Truhen und Federn machen, oder eines von sieben Forts einnehmen, die auf den Maps verteilt sind und bei denen es sich um starke Außenposten handelt, in denen man den Kommandanten töten und das Pulverlager zerstören muss, bevor man seine Flagge hissen kann.

Dazu gibt es in jedem Fort verschiedene Wege, sich unbemerkt einzuschleichen und sich hinter dem Rücken der Wachposten vorzuarbeiten, wenn man nicht gleich die ganze Horde am Hals haben will.

Apropos von einem Haufen von Feinden verfolgt werden: Wenn man Gegner tötet, steigt der Bekanntheitsgrad und man wird eher von ihnen entdeckt und angegriffen. Um dem entgegenzuwirken, hat man verschiedene Möglichkeiten, unter anderem das Abreißen von Plakaten und das Bestechen von Stadtschreiern, eine Mechanik, die ich noch nie so erlebt habe.

Und bei den Gefechten auf dem Land, bei denen man teilweise auch Quests hat, in denen man Truppen befehligen oder Kanonen abfeuern muss, bleibt es nicht, denn die maritimen Missionen stehen einem auch noch zu Verfügung.

In denen muss man entweder Flotten versenken, Schiffe verfolgen oder Handelsschiffe beschützen. Und dazu muss man nicht nur die Segel setzen und sein Schiff durch einige Engpässe steuern, sondern auch die Kanonen ausrichten und feuern.

Und das ist nicht einmal alles, was man machen kann. Alleine diese Aufzählung sollte reichhaltig bewiesen haben, dass man auch in diesem Spiel wieder genug zu tun hat und sich einige Stunden in dieser Welt voller interessanter Charaktere verlieren kann.

Wieder einmal hat Ubisoft es geschafft, mit ihrer Open-World-Formel ein Game zu kreieren, das von vorne bis hinten Spaß macht und in den man ohne Reue einige Stunden versenken kann!

Quelle: https://www.ubisoft.com/en-us/game/assassins-creed-3/ [Bilder]

Review: Dying Light & The Following

Als eine Person, die Action, Open World und Games mit dutzenden Nebenquests mag, in denen man sich stundenlang verlieren kann, musste ich mir natürlich auch Dying Light und seine Fortsetzung, Dying Light – The Following der Entwicklungsfirma Techland ansehen – und zugeben, dass dieses Spiel alle meine Erwartungen weit übertroffen hat.

Erst einmal zur Story: Kyle Crane, ein Agent des GRE, wird in die von Zombies verseuchte Stadt Harran geschickt, um dort eine Mappe mit wichtigen Informationen zu sichern, die ein ehemaliger Politiker, der dann doch lieber Kriegsherr wurde, an sich gerissen hat.

Doch das alles läuft nicht wirklich so wie geplant, denn er wird selbst gebissen und von den Menschen aus dem Turm, einer relativ sicheren Zone, gerettet, mit denen er sich verbündet und denen er schließlich helfen will, ein Heilmittel zu finden.

Und nicht nur im Turm und Umgebung lassen sich interessante Charaktere finden, unter anderem der Parkourlehrer Brecken oder die Kickboxerin Jade, die die an sich schon detailreiche Spielewelt noch realistischer machen, auf der ganzen Map kann man Verbündete und Feinde treffen, die einem das Leben erschweren oder erleichtern.

Gerade Letztere sind nicht zu unterschätzen, denn die verschiedenen Arten von Zombies, zum Beispiel die rennenden und kletternden Virusträger oder die stark gepanzerten Rammer, sind nicht die einzige Gefahr in der Stadt, auch Menschen unter der Führung von Rais, der die Macht in der Stadt an sich reißen will, stellen besondere Gegner dar, da sie Waffen verwenden können und sich im Kampf als sehr geschickt erweisen.

Um diese zu erledigen, bekommt man dafür aber auch eine gehörige Anzahl von Waffen, die man auch mit verschiedenen Mods, die zum Beispiel Feuer-, Elektrizitäts- und Gifteffekte haben, ausstatten kann und mit denen es eine Menge Spaß macht, Zombies und anderes Gekreuch zu erledigen, wenn man sich erst einmal ein bisschen an das Kampfsystem gewöhnt hat.

Auch legendäre Waffen sind dabei, deren Entwürfe man überall in der Stadt versteckt finden kann, die mit ihren übertriebenen Effekten noch mehr Spaß in die Sache bringen. Auch andere Werkzeuge kann man finden und freischalten, unter anderem einen Wurfhaken oder einen Wingsuit.

Und nicht nur Nahkampfwaffen kann man finden, auch Pistolen, Gewehre und die allseits beliebten Schrotflinten. Die sind allerdings, samt Munition, relativ selten, und man sollte sich es vorher auch gut überlegen, ob man sie einsetzen möchte, da die Geräusche gefährlichere Infizierte anlocken, weshalb die Kämpfe trotz dieser Waffen nicht gerade einfacher werden.

Und besonders in der Nacht kann man nicht mehr von einfachen Kämpfen sprechen, denn dann tauchen die Schattenjäger auf, Zombies, die so schnell und stark sind, dass man besser die Beine in die Hand nimmt. Unglücklicherweise rotten sie sich auch gleich in Massen zusammen und blasen regelrecht zur Verfolgung auf, was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.

Diesen Horror zu erleben, lässt sich aber nicht immer vermeiden, denn einige Haupt- und Nebenquests lassen sich nur in der Nacht erledigen. Wenigstens bekommt man dafür auch doppelte Erfahrungspunkte, mit denen man das Skillsystem, das leichtere Kills und flüssigere Fortbewegung in der Welt ermöglicht, wie ich es bei keinem anderen Freerunning-Game bisher erlebt habe, ausbauen kann.

Die eben genannten Quests können alles beinhalten, von Schießereien mit anderen Überlebenden, über Überlebenskämpfe gegen Zombiehorden bis zum Erklimmen von den höchsten Gebäuden der Stadt oder dem Sammeln von Gegenständen in gefährlichen Gebieten, genug Abwechslung ist jedenfalls dabei.

 

The Following ist das größte DLC des Spiels, denn es fügt den beiden durchaus ansehnlichen Gebieten der Slums und der Altstadt noch das Land hinzu, das neue Gefahren, aber auch neue Hoffnungen birgt.

Aufgrund von Gerüchten über Menschen dort, die gegen den Virus immun sind, verlässt man die Stadt und dringt in das Gebiet eines Kultes ein, deren Vertrauen man gewinnen muss, indem man Aufträge für sie erledigt.

Dabei bekommt man unter anderem einen Buggy, der nötig ist, um die riesige Karte richtig zu erkunden, und natürlich auch, um Zombies über den Haufen zu fahren und sich zahlreiche Rennen gegen die Zeit zu liefern.

Mit ihm wird sogar ein neuer Skillbaum eingeführt, dank dem und dank der zahlreichen Bauteile, die man finden kann, man sein Gefährt verbessert, um es stabiler, schneller und natürlich auch tödlicher zu machen.

Nicht nur der bringt Aufruhr in die Sache, auch die Schattenjägernester, die man unter Zeitdruck in der Nacht erledigen muss, die sogenannten „Freaks“, riesige und starke Zombies, die man am besten mit äußerster Sorgfalt und den stärksten Waffen erledigt, und die neue Umgebung, in der man sich nicht mehr darauf verlassen kann, schnell auf ein Hausdach zu klettern, um der Meute zu entkommen.

 

Fazit: Von diesem Spiel wurde ich mehr als nur überrascht, denn während man am Anfang noch mühsam die Gebäude erklimmen muss, weil man es nicht mit den zahlreichen Infizierten aufnehmen muss, fliegt man später praktisch durch die Stadt, dank des harmonischen Parkour- und Kampfsystems, das ein flüssiges Spielerlebnis garantiert, das man selten sieht.

Viele Elemente, unter anderem Action, Horror, Parkour, Shooter und später auch Autorennen, wurden hier durchaus gekonnt gemischt und machen das Gesamtpaket zu einem Erlebnis, in das man auch nach dem Ende der Story noch gerne Stunden investiert, sodass ich sagen kann, dass Dying Light inzwischen zu meinem absoluten Lieblingsspielen zählt.

 

Bildquelle: http://techland.pl/

Review: Overwatch

Wer sich auch nur ein bisschen für Videospiele interessiert, kann um den Hype um dieses Spiel nicht herumgekommen sein. Auch wenn es erst von vielen abfällig als Team Fortress Abklatsch betitelt wurde, hat sich die Meinung der Menschen schnell gewandelt, je mehr man von dem Game erfahren hat.

Am überzeugendsten finde ich persönlich die Charakterauswahl, die nicht nur mit ihrer schieren Zahl, sondern auch mit ihrer Vielfalt besticht. In welchem Online-Shooter kann man schon ein Gorilla, ähm, Wissenschaftler mit einer Tesla-Knarre sein? Oder ein Cyborg Ninja, der seine Gegner mit Wurfsternen bezwingt?

Dazu kommt auch noch, dass jede Figur einzigartige Zusatzkräfte hat, die in bestimmten Situationen nützlich sind, jedoch keine allzu großen Vorteile gegenüber anderen bieten, sodass jeder eine reelle Chance auf den Sieg hat, auch wenn natürlich zu beachten ist, dass ihnen auch verschiedene Schwierigkeitsstufen zugeteilt wurden.

Beispiele sind eine Betäubungsgranate, verschiedene Fähigkeiten zum schnellen Fortbewegen oder klettern, und das Aufstellen von Selbstschussanlagen. Diese unterscheiden sich wirklich bei jedem Charakter und tragen damit zu einem einzigartigen Spielgefühl bei.

Hinreichend bekannt sind in dieser Hinsicht die „Ults“, ultimative Fähigkeiten, die sich durch zugefügten Schaden oder nach einer bestimmen Zeit aufladen und alle Gegner in Angst und Schrecken versetzen, da sie einen zum Beispiel dazu befähigen, Verbündete wieder aufstehen zu lassen, zwei riesige Drachen zu beschwören, die sich durch die Reihen der Feinde bohren, oder sich in einen Panzer zu verwandeln.

Dass es inzwischen 23 verschiedene Helden gibt, trägt ebenfalls zur Vielfalt bei, sowie die Tatsache, dass sie alle in interessanten Beziehungen zueinander stehen, egal, ob sie Verbündete oder Feinde, Mentor oder Schüler, sind, oder ob sie früher eines der beiden waren.

Die Hintergrundgeschichte, die sich um die Omnic-Krise, bei der Roboter für Rechte demonstriert haben, was allerdings in einen waschechten Krieg ausartete, und die Organisation Overwatch, die für Recht und Ordnung sorgen soll, dreht, ist nicht vollkommen bekannt, doch durch Comics und animierte Kurzfilme bekommt man immer mehr Einblicke, die einen nur noch neugieriger machen.

Die kurzen und actionreichen Schlachten spielen sich auf detailverliebt und für den Spielspaß perfekt balancierten Maps, die alle möglichen Länder der Welt darstellen, ab. In den Hauptmodi muss man dort entweder einen Punkt erobern und für eine bestimmte Zeit halten, eine Fracht zum Ziel befördern, oder das verhindern.

Die Grafik ist trotz ihrer comichaften Art überraschend detailliert, und man hat sich wirklich Mühe gegeben, die Animationen im Spiel und auch in den Youtubevideos, die viele auf einen richtigen Film hoffen lassen, flüssig zu halten und mit ihnen die Persönlichkeiten der Charaktere zum Beispiel durch Gangart oder Haltung zu verdeutlichen.

Und diese Persönlichkeiten können sich sehen lassen. Oben habe ich die vielfältige Auswahl bereits angerissen, doch darüber könnte man wirklich ganze Romane schreiben. Während über einige noch nicht viel bekannt ist, kann sich die Kreativität beim Gestalten der Anderen bereits sehen lassen: Von fröhlichen Charakteren wie Tracer, der Titelheldin, über eiskalte Killer wie Widowmaker, ihre Rivalin, bis hin zu dem verrückten Junkrat oder dem sarkastischen bis schlecht gelaunten Reaper.

Bei den Figuren werden vier typischen Gruppierungen unterschieden: Offensiv, Defensiv, Tank und Unterstützung. Während die ersten drei selbstverständlich beliebt sind, kennt man es aus anderen Spielen eher, dass es bei der letzten nicht unbedingt so ist. Hier hat man sich jedoch Mühe gegeben, auch diese Helden so auszubalancieren, dass sie andere mit Heilung und Buffs unterstützen, aber selbst noch ordentlich zuschlagen können.

Bei den offensiven Charakteren liegt der Fokus auf der Beweglichkeit, allerdings sind sie teilweise auch eher Allrounder, die in jeder Situation Druck machen können. Defensive Helden können ein Ziel super mit Fallen und Waffen verteidigen, sind dafür aber eher unbeweglich, während Tanks, wie man es kennt, viel Schaden einstecken und so Punkte besser halten.

Allerdings war es das noch nicht, denn in der Arcade kann man auch andere Spielarten ausprobieren, indem man zum Beispiel nach jedem Tod einen zufälligen Helden zugewiesen bekommt, oder eines der Brawls ausprobiert, in dem die Regel des Grundspiels durcheinander geworfen wurden, zum Beispiel, weil nur bestimmte Charaktere erlaubt sind.

Ebenfalls möglich sind Duelle, entweder 1v1 oder 3v3, und natürlich kann man sich bei den Hauptmodi auch entscheiden, ob man gegen andere Spieler antreten will oder die KI-Gegner vorzieht.

Bei Events, die ziemlich häufig vorkommen (zu diesem Zeitpunkt waren es bisher die Sommerspiele, Halloween, Winter und das Mondneujahr), gibt es nämlich nicht nur frische Kosmetikgegenstände, sondern auch neue Modi. Im letzten zum Beispiel kam das häufig gewünschte Capture the Flag hinzu, das ganz neue Herausforderungen mit sich bringt.

Apropos Kosmetik: Für jeden der zahlreichen Charaktere kann man Skins, die von normalen Umfärbungen bis zu den Legendaries, die fast das komplette Aussehen verändern, reichen, Sprays, Sprüche, Emotes und Highlight Intros freischalten, sodass nicht nur das normale Spielen Spaß macht, sondern auch das Ausrüsten seiner Figur.

Und das Beste daran: Das Spiel ist noch gar nicht abgeschlossen, denn auch nachträglich werden noch Charaktere wie Ana und Sombra, oder Maps wie zuletzt Oasis hinzugefügt, die einen immer wieder motivieren, vorbeizuschauen.

Quelle: https://playoverwatch.com/de-de/

Review: Alice: Madness Returns

Alice im Wunderland ist auch heute noch ein beliebtes Buch, was dutzende von veränderten Versionen, ob in Büchern, Filmen oder, wie hier, Videospielen erklärt. Doch so wie hier habe ich die Geschichte noch nicht erlebt.

Im Spiel „Alice: Madness Returns“ schläft die gute Dame nämlich nicht einfach unter einem Baum ein und erträumt sich das Wunderland, nein, es wird ihr Zufluchtsort in ihrer Fantasie, nachdem ihre Familie bei einem Feuer ums Leben kam und sie für zehn Jahre in die Psychiatrie gesteckt wurde.

Und ähnlich düster geht die Geschichte weiter, denn in jedem der sechs Kapitel, die man durchlebt, erhält man eine weitere Erinnerung über ihre Vergangenheit, deren Geheimnisse auf diese Art langsam enthüllt werden. Zwischendurch geht die Geschichte auch im viktorianischen London weiter, wo Alice in der Realität lebt.

Und Elemente aus ebendieser Realität lassen sich auch im Wunderland finden, wenn auch nur in versteckten, hinter dem Fantastischen verborgenen Anspielungen, die sich am Ende zu einem großen Gesamtbild zusammenfügen und eine Handlung ungeahnter Ausmaße, die einen schockiert und in den Bann zieht, enthüllen.

Die Level selbst sind liebevoll gestaltet wie man es nur selten zu sehen bekommt. Da jedes von ihnen ein anderes Thema hat, angefangen mit Industrie, Unterwasser und Asien über das Schloss der Herzkönigin bis hin zum Puppenhaus, ist es eine besondere Freude, die wunderschöne Landschaft zu betrachten und in ihnen Rätsel zu lösen, von Plattform zu Plattform zu springen oder Gegner zu besiegen.

In jedem von ihnen trifft man grotesk verzerrte Charaktere, die man bereits aus der originalen Geschichte kennt, und von denen einige einen unterstützen, während andere versuchen, die Zerstörung des Wunderlandes durch den Infernalischen Zug voranzutreiben.

Ein großes Lob muss auch an den Stil der Cutscenes ausgesprochen werden, da diese nicht immer mit den „normalen“ Charaktermodellen animiert wurden, sondern manchmal auch so, dass die ausgeschnittenen Papierfiguren mit puppenhaften Bewegungen ähneln, was perfekt dazu passt.

Außerdem gibt es für jeden Ort spezifische Minigames, in denen man Aufgaben wie Puzzeln, Rutschen, Notenspielen, einen versteckten Tintenfisch finden oder Schach bewältigen muss. Weitere Spiele handeln von einer Schifffahrt, einem Side-Scroller im orientalischen Stil und von der Beförderung eines Puppenkopfes durch einen Hindernisparkour geht. Und nicht zu vergessen, mein absoluter Favorit: Als Gigantin (nachdem man besagten Kuchen gegessen hat, versteht sich) ganze Außenposten von Kartenwachen fertigmachen, indem man sie einfach zertrampelt. Wie man daran sehen kann, ist die Auswahl nicht gerade gering und sorgt für genug Abwechslung, um dem Spiel auf der einen Seite den Spaßfaktor zu verleihen, ohne die eigentliche Handlung untergehen zu lassen.

Für jedes Level gibt es auch noch ein eigenes Kleid, das sich der Landschaft anpasst, und in den ersten bekommt man auch noch verschiedene Waffen, angefangen mit der Vorpal-Klinge, die einigen aus dem Gedicht um den Jabberwock bekannt vorkommen sollte, über die Pfeffermühle, die Uhrwerkbombe, den Regenschirm, das Steckenpferd bis hin zur Teekanone, die alle unterschiedliche Funktionen haben und für das Lösen bestimmter Rätsel oder das Besiegen einiger Gegner gebraucht werden.

Von diesen gibt es auch in jedem Level unterschiedliche, die sich der Landschaft angepasst haben und allesamt gut ins Wunderland passen, doch verschiedene Stufen des Verfalls finden sich überall und werden von Ort zu Ort stärker und schwieriger zu besiegen, sodass man wirklich alle Waffen und sonstigen Gerätschaften benutzen muss.

Nicht nur die Designs der Gegner und der Protagonistin sind einfallsreich, auch die anderen Charaktere, die man so trifft, ob im Wunderland oder in der Realität, sehen auch immer ihrer Persönlichkeit entsprechend, und damit relativ cartoonähnlich aus, was den verrückten Stil insgesamt unterstreicht.

Insgesamt lässt sich nur sagen, dass das Spiel aufgrund seiner Vielfältigkeit und ausgelebten Verrücktheit, gepaart mit guter Mechanik und ebenso schönem Gameplay auf jeden Fall zu meinen Favoriten gehört und ich wirklich enttäuscht war, als ich gehört habe, dass EA einen Nachfolgetitel abgelehnt hat.

Quelle: http://www2.ea.com/de/alice-madness-returns/images