Highlights der E3 2018

Würde ich über alle Neuigkeiten, die sich bei der weltweit größten Videospielmesse ergeben haben, berichten wollen, würde ich in diesem Monat nicht mehr fertig damit, deshalb werde ich mich auf die Spiele beschränken, die ich für besonders interessant halte. Dabei werden die Spiele natürlich alphabetisch aufgezählt, hier soll ja niemand benachteiligt werden.

Assassin’s Creed Odyssey

Schon wieder ein neuer Teil von Assassin’s Creed? Muss das sein? – Zwei Fragen, die sich sicherlich viele, die das Event dieses Jahr verfolgt haben, stellen mussten.

Scheinbar hielt Ubisoft es allerdings für gerechtfertigt, bereits ein Jahr nach Origins einen weiteren Teil ihrer berühmt-berüchtigten Reihe anzukündigen, der einen dieses Mal ins alte Griechenland führt – Und zwar in eine Zeit, bevor der Assassinenorden überhaupt gegründet worden ist.

Wo da das „Assassin“ oder „Creed“ bleibt, sei dahingestellt. Dafür kann man sich wohl auf Massenschlachten, Schiffskämpfe, und endlich wieder eine weibliche Protagonistin freuen, ebenso wie auf mögliche Romanzen mit teilweise gleichgeschlechtlichen NPCs.

Auch weiter ausgebaute Rollenspielelemente als im Vorgänger wurden angekündigt, die der Reihe wohl einen Schubs in eine andere Richtung geben sollen, nachdem die alte bereits zur Genüge ausgekostet wurde.

Das ist natürlich ein Fortschritt im Gegensatz zu bisherigen Teilen, aber ob das bereits ein neues Spiel rechtfertigt, ist nicht ganz sicher. Ich werde die Neuigkeiten jedenfalls gespannt verfolgen und auf jeden Fall hereinschauen, ob es dieses Mal wirkliche Veränderungen geben wird.

Cyberpunk 2077

Inzwischen gibt es schon Witze darüber, dass die 2077 im Titel wohl für das Erscheinungsdatum des neuen Hoffentlich-Meisterwerks aus der Spiele-Schmiede CD Project Red steht, für das es monatelang nur einen einzigen CGI-Trailer gab, der alle Fans des Studios in gespannte Erwartung versetzt hat.

Der neueste verrät allerdings ein bisschen mehr als die Tatsache, dass die Grafik mal wieder fantastisch sein wird: Man bekommt sozusagen eine kleine Rundtour des Ortes, der angeblich als „schlechtester Ort zum Leben in Amerika“ ausgezeichnet wurde, und schnell bekommt man auch ein gutes Gefühl dafür, warum dem so sein könnte.

Das Verbrechen ist in die Höhe geschossen und hat diese Stadt dabei wohl in den Albtraum jedes normalen Bürgers verwandelt, denn scheinbar kann man keine zehn Schritte gehen, um von modisch extravaganten Rowdys angegriffen zu werden oder hochentwickelten Cyborgs zu begegnen, die ebenfalls nicht alle friedlich zu sein scheinen.

Ein ziemlich großer Genresprung, denn mit der Witcher-Reihe, die das kleine Studio berühmt gemacht hat, hat das gar nichts mehr zu tun – Und gerade deshalb bin ich so gespannt darauf, wie sich dieses ästhetisch sehr ansprechende Spiel weiterentwickeln wird.

Dying Light 2

Ich muss zugeben, dass mich diese Neuigkeit wirklich überrascht hat, was wohl im Großen und Ganzen daran liegt, dass der erste Teil dieser frischgebackenen Reihe in Deutschland eher unbekannt ist, eine Tatsache, die wahrscheinlich dem Zustand zuzuschreiben ist, dass ihn die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien direkt nach seinem Erscheinen schon auf dem Kieker hatte.

Man kann also nur hoffen, dass diese Einschränkung dem zweiten Teil nicht widerfährt, der vieles anders machen will als sein Vorgänger:

Nicht nur findet die Handlung 15 Jahre nach dem Ausbruch der Zombieseuche statt, man soll auch wichtige Entscheidungen treffen können, die das Schicksal der Stadt und seiner Bewohner stark beeinflussen. Dazu hat man sich sogar den Autoren Chris Avellone ins Boot geholt, der bereits für andere beliebte Spiele geschrieben hat.

Auch das beliebte Parkoursystem, das denen von Assassin’s Creed oder Mirror’s Edge in nichts nachsteht, soll stark überarbeitet und erweitert worden sein sollen, ebenso wie der Nahkampf, der eines der Kernprinzipien des Spiels darstellt.

My Hero One’s Justice

Tatsächlich hat sich auch das nächste Spiel, das auf dem beliebten Manga „My Hero Academia“ basiert, einen Platz auf dieser Liste erkämpft, obwohl mein Interesse an solchen Spielen normalerweise nicht allzu hoch ist.

Wenn es allerdings um einen Brawler geht, bei dem man die Helden und Bösewichte aus dem Manga mitsamt ihrer ikonischen Fähigkeiten gegeneinander antreten lassen kann, wobei sie sogar coole Manöver gemeinsam durchführen können sollen, sage ich nicht nein.

Dazu soll es einen Story-Modus geben, der sich einerseits an der originalen Handlung orientieren, aber auch einige eigene Wendungen vorstellen soll.

Shadow of the Tomb Raider

Die Tomb Raider Reihe hat uns ja bereits gekonnt bewiesen, dass sich auch für diese alten Klassiker noch ein Reboot lohnt, und was für eins:

Das Actionspektakel, das sich uns als Tomb Raider 2013 geboten hat, ist nicht einmal von einem Michael Bay Film zu übertreffen, und das will schon etwas heißen. Zwischen den Explosionen wurde es auch überraschend düster, eine willkommene Abwechslung.

Im letzten Teil der Trilogie soll Lara nun endlich zum „Tomb Raider“ werden, in dem sie sich durch lebensfeindlichen Dschungel kämpft und die Maya-Apokalpyse aufhält, wie auch immer eine (mehr oder weniger) einfache Archäologin das tun soll – In dieser Hinsicht darf man wohl gespannt bleiben.

Klar ist aber auf jeden Fall, dass man erneut auf spannende und actionreiche Kletter- und Rutschpartien hoffen kann, und natürlich auf die Shooter-Elemente, die die Reboot-Reihe sich besonders von den Vorgängern abheben lassen und die Reihe in dieses Jahrzehnt geholt haben.

The Last of Us Part II

Auf dieses Spiel warten viele, seit die ersten Gerüchte über sein Erscheinen im Internet unterwegs sind. Und man kann sagen, dass der Gameplay-Trailer, der gezeigt wurde, den hohen Erwartungen mehr als gerecht wird.

Dieser beginnt mit einer unglaublich detaillierten Szene, in der Ellie, nun erwachsen, auf einer Art Ball mit einer bisher unbekannten Frau tanzt.

Diese friedliche Szene wird allerdings schnell unterbrochen, als Ellie in ein Kampfgeschehen geworfen wird, in dem sie wie schon im ersten Teil die Gejagte darstellt. Doch das Schleichen, Sprinten und Springen hindert sie nicht daran, auch ihre Kampfkünste zu zeigen.

Die flüssigen Animationen als „wie im Film“ zu beschreiben täte ihnen unrecht, denn sie erscheinen eher direkt aus dem echten Leben gegriffen zu sein. Atemlos verfolgt man den verzweifelten Überlebenskampf der Protagonistin, die sich mithilfe von allem, was ihr in die Finger kommt gegen ihre Jäger behaupten muss, und wie sie das tut!

Mit einer flüssigen Bewegung greift sie eine Flasche vom Boden, wirft sie auf einen Gegner, zuckt zusammen, wenn sie von Pfeilen getroffen wird und kämpft mit einer Machete gegen einen weiteren Feind, bis einen die Szene zurück zum Ball schickt.

Zurück bleiben Fragen und Erwartungen, die hoffentlich schnell mit neuen Trailern und Informationen gefüttert werden.

Wolfenstein: Youngblood

Gerade, wo man sich auf einen weiteren klassischen Shooter mit BJ Blazkowicz in der Hauptrolle freut, setzen die Entwickler noch einen drauf: Dieses Mal darf man nämlich seine beiden Töchter bei ihrer Reise begleiten.

Sie suchen nämlich im vom Regime besetzten Paris nach ihrem verschwundenen Vater, der einst die Revolution begonnen hat und nun irgendwo in der Großstadt verschollen ist.

Außerdem ist angekündigt worden, dass sich die Story sowohl im Koop als auch alleine spielen lassen wird, was ebenfalls eine willkommene Abwechslung ist, vor allem weil die beiden Schwestern dem kurzen Trailer nach mindestens ebenso cool wie ihr inzwischen legendärer Vater sind.

Der Qualität der direkten Vorgänger nach zu urteilen wird uns wieder ein Shooter erwarten, der andere Vertreter seines Genres locker in den Schatten stellen kann. Und dieses Erlebnis dann mit einem Kumpel zu teilen, macht die Sache noch interessanter.

Bilderquellen:

https://assassinscreed.ubisoft.com/game/de-de/home/index.aspx [Assassin’s Creed Odyssey]

https://www.cyberpunk.net/en [Cyberpunk 2077]

http://development.techland.pl/dying-light-2 [Dying Light 2]

https://www.bandainamcoent.com/games/my-hero-ones-justice [My Hero One’s Justice]

https://square-enix-games.com/de_DE/games/shadow-of-the-tomb-raider [Shadow of the Tomb Raider]

https://www.naughtydog.com/blog/the_last_of_us_part_ii_gameplay_revealed [The Last of Us Part II]

https://bethesda.net/de/article/J8WVcEYjGEsAIu86WeG6U/wolfenstein-youngblood-announce-and-trailer [Wolfenstein: Youngblood]

Review: Quantum

Jeder kennt typische Kriminalgeschichten, in denen ein Detektiv einem Dieb folgt, der gerade seinen großen Coup plant, und wahrscheinlich hat auch schon jeder einmal von einer Space Opera gehört, in der einzelne Personen im weiten Universum in einen Krieg zwischen verwickelten Großreichen hineingezogen werden.

Die Kombination dieser Genres und einer bunten Mischung anderer, die ebenfalls scheinbar inkompatibel wirken, gibt es allerdings eher selten, weshalb mich die Prämisse dieses Romans von Hannu Rajaniemi so beeindruckt hat.

(Sehr) kurz gefasst geht es in seinem Debütroman um den Meisterdieb Jean le Flambeur, der von der Kriegerin Mieli aus einem futuristischen Gefängnis befreit wird und sich in der Gesellschaft auf dem Mars, die streng von den Uhren, die die ablaufende Lebenszeit der Menschen diktieren, beherrscht wird, auf die Suche nach seinen verlorenen Erinnerungen macht, in denen er einen Schatz wähnt.

Dabei entdeckt er langsam nicht nur das Geheimnis seiner Vergangenheit, sondern auch das der Oubliette, wie die Gesellschaft dort genannt wird, und er wird in die Dinge verwickelt, vor denen ihn sein Ich aus der Vergangenheit hatte beschützen wollen.

Und zu allem Überfluss sind ihm auch noch der Detektiv Isidore Beautrelet und dem Ordnungshüter mit dem Namen „Gentleman“ auf den Fersen, die seinen vermeintlichen Raub verhindern wollen.

Diese Handlung, die sehr viel weiter geht, als hier beschrieben, hat es verstanden, mich von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen, was aber auch nötig war, um sie zu verstehen.

Der Hauptkritikpunkt an diesem durchaus sehr unterhaltsamen Roman ist nämlich, dass der Autor einen komplett ohne Vorbereitung in eine Welt wirft, die der unseren viel zu fremd ist, um sie ohne Erklärung zu verstehen.

Doch gerade diese gibt es nicht. Man muss sich die Bedeutung allerlei (ausgedachter) technischer Fachbegriffe und Ereignisse der Vergangenheit dieser bunten Welt selbst erschließen, was nicht immer einfach ist, weil sich die Protagonisten so gut in der Welt auskennen, dass sie diese als selbstverständlich annehmen und keine Worte über deren Funktionsweise verlieren.

Hat man sich allerdings erst einmal daran gewöhnt, kann man den ausgefeilten Schreibstil des Autors genießen, der es schafft, einen trotz allem in der Geschichte gefangen zu halten.

Auch die Charaktere, die einem am Anfang noch fremd erscheinen, weil sie sich in einer unbekannten Umgebung befinden, wachsen einem mit der Zeit ans Herz, sodass man über das Ende des Buches hinaus erfahren will, was mit ihnen geschieht.

Wenn man nichts dagegen hat, bis zum Finale eines Buches so gut wie gar nichts zu verstehen, bis es auf einmal wie durch ein Wunder Sinn ergibt, dem kann ich diesen Roman nur empfehlen.

Auch wenn sich das etwas erst einmal ziemlich negativ anhört, muss ich sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, in die Geschichte, die dieses Buch erzählt, einzutauchen. Man muss halt nur ein bisschen Geduld mitbringen.

Bildquelle: https://kotaku.com/5804526/quantum-thief-an-excerpt

Review: Animal Crossing Pocket Camp

Vor einigen Monaten ist es ja endlich herausgekommen: Eine Mobile-Variante von Animal Crossing, die ich in letzter Zeit fleißig gespielt habe. Aber wie schneidet der Ableger im Vergleich zu den Originalen ab?

In dieser Variante lebt man nicht in einer Stadt und kümmert sich um ihre Bewohner, sondern man managt seinen eigenen Zeltplatz und muss verschiedene Möbel besorgen, damit die Tiere ihn auch besuchen wollen.

Und von denen gibt es eine ganze Menge. Ständig werden neue Camper ins Spiel integriert, die natürlich auch neue Gegenstände mit sich bringen – Und wer freut sich nicht, wenn er seine Lieblinge aus den Nintendo-Spielen auch auf dem Handy erleben kann?

Auch an Events mangelt es nicht: Ob Blumenzüchten, Angelrekorde brechen oder bestimmtes Material sammeln, mit dem man zeitlich begrenzte Möbel bauen lassen kann, es gibt viel zu tun. Und manchmal ein bisschen zu viel, denn vielbeschäftigte Leute haben einfach keine Zeit, alles mitzumachen, was ich ziemlich schade finde.

Zu bemängeln gibt es nur noch, dass es im Vergleich zu anderen Spielen weniger Insekten und Fische gibt, außerdem fehlen das Museum und die damit verbundenen Fossile.

Allerdings gibt es eindeutig genug zum „Bauen und Basteln“, egal ob Zeltplatzattraktionen, Möbel oder Kleidungsstücke, weshalb man lange etwas zu tun hat, selbst wenn man seine üblichen Schulden abbezahlen konnte.

Und im Gegensatz zu dem mir am besten bekannten Spiel „Wild World“ kann man das Aussehen seines Charakters jederzeit ändern, eine willkommene Abwechslung zum Stress beim Charaktererstellen der älteren Variante.

Und nun zum Fazit: Das Spiel ist definitiv gut für die kleinen Wartezeiten zwischendurch, mit ein bisschen mehr Zeit würde ich aber immer lieber zum Nintendo DS wechseln, da diese Variante zwar grafisch gleich ist, aber etwas weniger Inhalt hat.

Bilderquelle: https://www.nintendo.de/

Review: Contrast

Gerade, wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen, kommt wieder ein Spiel wie dieses um die Ecke, das ein neues Konzept und dazu noch einen einzigartigen Grafikstil mit sich bringt. Wenn ihr für den Moment genug von hyperrealistischen Shootern und mittelalterlichen Rollenspielen habt, ist dies genau das Spiel für euch.

In „Contrast“ spielt man Dawn, die einzige Freundin der jungen Didi, die außerdem die Fähigkeit hat, zwischen der „realen“ und der zweidimensionalen Schattenwelt hin- und her zu wechseln.

Und genau diese Fähigkeit muss man nutzen, um verschiedene Rätsel zu lösen, die Dawn und ihre kleine Begleiterin zu ihrem Ziel führen sollen: Der Wiedervereinigung mit ihrem Vater, der sich auf einen Deal mit den falschen Leuten eingelassen hat und vor den Konsequenzen gerettet werden muss.

Während einen dieses Spiel immer weiter in das malerische Paris der 1920er Jahre entführt, entdeckt man zahlreiche Hinweise auf die Schattenwelt und damit die Hintergründe der Geschichte, die in verschiedenen Sammelobjekten versteckt sind und so leicht übersehen werden können.

Dazu kommt noch der Soundtrack, der perfekt auf die Zeit abgestimmt ist und sich zwischen den zauberhaften Cabaret- und Zirkusszenen einfügt, um sie mit seiner Einzigartigkeit zu unterstreichen.

Was der düsteren und zugleich faszinierenden Atmosphäre noch die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass nicht alle Schatten, die man überqueren muss, stillstehen: Mal soll man über die sich drehenden Silhouetten eines Karussells springen, mal die Konversation zwischen zwei Menschen, die bis auf die beiden Protagonistinnen alle als Schatten dargestellt sind, überqueren.

Insgesamt gibt es nur zwei Sachen zu bemängeln: Manchmal ist die Steuerung leicht hakelig,  was einige Rätsel schwieriger, aber nicht unlösbar macht, und mit seinen knapp drei bis vier Stunden Spielzeit ist es an einem Tag leicht durchgespielt, obwohl es natürlich einlädt, gleich noch einmal von vorne anzufangen, um alle Geheimnisse zu entdecken.

Bildquelle: https://compulsiongames.com/en/8/contrast

Review: Disney Classics

Wer kennt sie nicht? Die berühmten Disney Klassiker wie „Arielle die Meerjungfrau“, „Pinocchio“ oder „Susi und Strolch“?
Jetzt hat sich Disney etwas überlegt, um den Klassikern neuen Glanz zu verleihen.
In fünf sogenannten „Wellen“ werden die  55 Zeichentrick-Meisterwerke veröffentlicht.

Im Juni diesen Jahres startete die erste Welle mit Filmen wie „Lilo und Stitch“, „Aladdin“ und „Pocahontas“.

Das strahlende Cover gibt den Filmen einen gewissen Glanz und etwas von Disneys magischem Image ab. Es ist eine tolle Gelegenheit zum Sammeln und zum Wieder-Erleben der verschiedenen Filme, die der Film-Gigant im Laufe der Jahre erschaffen hat.

Bereits in kürzester Zeit habe ich so „Aladdin“ und „Pocahontas“  geschaut, sowie „Küss den Frosch“ und „Atlantis“ neu für mich entdeckt.

Wie auf dem Cover zu sehen, steht oben in der Mitte auf jedem Cover eine Zahl.
Diese beschreibt, der wievielte Klassiker es ist. So hat man die Möglichkeit, die Entwicklung Disneys zu beobachten und die Filme vielleicht einmal in der chronologischen Reihenfolge zu schauen.
Ausgenommen aus den 55 Klassikern sind allerdings Fortsetzungen und Produktionen von Disney Pixar.

Nun kommt im September die zweite Welle mit den oben abgebildeten Filmen.
Wir können uns also unter anderem auf „Mulan“ und „Peter Pan“ freuen!

Die Lösung mit der „Wellen-Veröffentlichung“ ist clever gemacht und macht das Sammeln spannender. Außerdem ist es wohl entspannter für den Geldbeutel :)

Die weiteren Wellen werden im November 2017, Januar 2018 und April 2018 herausgegeben. Wer wissen möchte, welche Filme bei den 55 Classics dabei sind, kann ein kleines Heftchen überall dort finden, wo DVDs und Blu-Rays verkauft werden oder in den Hüllen der Filme, solltet ihr euch einen Klassiker kaufen.

Ich freue mich schon auf die nächste Welle und auf die Vergrößerung meiner Sammlung!

 

Quellen:
http://www.cityguide-rhein-neckar.de/dvd-blu-ray/ab-15-juni-2017-feiern-disneys-animations-klassiker-ein-comeback_45570/

http://www.blu-rayler.de/news/9466-blu-ray-review-baymax-riesiges-robowabohu-disney-classics-collection/

http://www.scope-portal.de/top-thema-disney-55-classics.htm

http://www.pooh-log.de/blog/tags….+Classics/

Review: Outlast

Seit geraumer Zeit ist Outlast einer der hellsten Sterne am Horrorspiel-Himmel, und das nicht ohne Grund, wie ich selbst festgestellt habe.

Die Story an sich ist typisch für das Genre, wird allerdings interessant aufbereitet und vor allem durch auffindbare Dokumente erzählt: Als Journalist reist man zu der Irrenanstalt Mount Massive Asylum, um dort mysteriöse Vorfälle aufzuklären, nachdem man einen Insider-Tipp bekommen hat.

Bald sieht man sich jedoch gefangen zwischen mordenden Insassen und den Resultaten des geheimen Projekts „Walrider“, das unter dem Deckmantel der Anstalt vonstatten ging und anscheinend bereits mehr als ein Leben gekostet hat.

Mit nichts als einer Kamera bewaffnet, was ein beklemmendes Gefühl der Hilflosigkeit erzeugt, muss man also irgendwie lebend zum Ausgang kommen und die Gräueltaten im Inneren der Anstalt dokumentieren, doch dem stehen einige Gefahren im Wege.

Zum Beispiel benötigt die Kamera Batterien, um die Nachtsicht zu aktivieren, die in den dunklen Bereichen des Irrenhauses wirklich nötig ist, um zu sehen, wohin man denn gerade Hals über Kopf fliehen muss, was dem Ganzen ein ständiges Gefühl der Anspannung verpasst, die auch anhält, wenn man sich eigentlich nicht in konkreter Gefahr befindet.

Die  Momente, in denen man wirklich nichts zu befürchten hat, sind allerdings rar gesät, denn in Mount Massive wimmelt es nur so von Gegnern, die einem das Leben schwer machen, unter andere, der ehemalige Soldat Chris Walker, der verrückte Doktor Trager oder die Zwillinge.

Nicht alle Insassen sind jedoch feindlich gesinnt. Das Problem ist halt, dass man das äußerlich nicht erkennen kann und sich innerlich auf das Schlimmste vorbereitet, wenn man sich an ihnen vorbei zwängen muss.

Außerdem gibt es den Vater Martin, der versucht, einen durch die Anstalt zu geleiten, und den Kult um den Walrider, der das Mysterium um diese Gestalt und die Angst vor einer Begegnung mit ihr nur verstärkt.

Um diese ganze Tortur lebend zu überstehen, gibt es einige Mechaniken: Man kann sich in Schränken oder unter Betten verstecken, was einem nicht immer etwas bringt, weil die Bösewichte gut und gerne auch einmal darin nachschauen, Türen hinter sich schließen und Schränke vor sie schieben.

Einige Möglichkeiten also, zu überleben, und genug, um die verschiedenen Fluchtszenen zu überstehen, aber nicht so viele, dass es unnötig kompliziert wird. Und diese Abschnitte des Spiels sind nicht unbedingt linear, denn man muss teilweise durch Lüftungsschächte, Fenster oder durch den Garten fliehen.

Trotz all dieser Spannungsmacher gibt es eine Sache, die ich bemängeln muss, und das ist die sich ständig wiederholende Mechanik, bei der man zwei Hebel ziehen und dann einen Hauptschalter aktivieren muss, während in der Umgebung ein Feind auf Patrouille ist. Es ist zwar jedes Mal wieder nervenaufreibend, würde einem allerdings auf die Nerven gehen, wenn das Spiel nicht so kurz wäre.

Insgesamt ist es nämlich ziemlich kurz und kompakt, was wahrscheinlich die einzige Möglichkeit ist, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Nervosität der Spieler nicht abklingen zu lassen.

Und noch ein Pluspunkt: Das Spiel verwendet zwar Jumpscares, braucht sie aber nicht, um seine Atmosphäre aufrecht zu erhalten, weshalb es von Anfang bis zum Ende ein spannendes Erlebnis bleibt.

Bildquelle: https://redbarrelsgames.com/games/outlast/

Review: Wonder Woman

Wenn man an typische Superhelden denkt, fallen einem sofort Superman und Batman ein… Und natürlich Wonder Woman, die endlich ihren eigenen Film bekommen hat.

Er handelt von ihrem ersten „Einsatz“ in der Welt außerhalb von Themyscira, der Insel der Amazonen, auf der sie aufgewachsen ist, nachdem der britische Kampfflieger Steve Trevor dort gelandet ist und sie vom Zustand der Welt im Zweiten Weltkrieg erfährt.

In dem Glauben, dass dies das Werk des bösen Kriegsgottes Ares ist, dem Erzfeind der Amazonen, verlässt sie ihre Heimat und betritt die Welt der Menschen, um ihn aufzuhalten.

Doch ganz so einfach ist das nicht, denn sie muss erst lernen, dass sich diese Welt nicht richtig in Gut und Böse unterteilen lässt, und dass man in einem Krieg nicht alle retten kann.

Allerdings hält sie das nicht davon ab, es zu versuchen, was die Atmosphäre des Films zwar düster, aber dennoch motivierend macht.

Auch die Nebencharaktere, die sie auf ihrer Reise begleiten, werden insgesamt verrückt und sympathisch darstellt.

Ihre Kostüme sind dazu passend gestaltet, und auch das von Wonder Woman selbst ist an das aus den Comics bekannte angelehnt, aber in den Stil moderner Filme „übersetzt.“

Und jetzt zu den Kampfszenen, dem Herzstück eines guten Actionsfilms: Nicht nur der Kampfstil, der von den Amazonen verwendet wird, ist mit seinen Bewegungen und Schlägen interessant, auch die Choreographien können sich sehen lassen.

Die Mischung aus Waffen, in ihrem Fall also Schwert, Schild und Lasso, und die gekonnt eingesetzten Zeitlupen, durch die einem die Komplexität der Handlung überhaupt erst bewusst wird, steigern die Spannung.

Dazu kommt noch die Musik, die immer passend und in Kämpfen angenehm hervorstechend ist und die eher düstere und angespannte Stimmung, die teilweise durch Scherze aufgelockert wird, verdeutlicht.

Nach den vorher eher durchwachsenen Kritiken der neueren DC-Filme räumt dieser hier zurecht alle Preise ab, denn meine Mitkinogänger und ich waren alle hellauf begeistert.

Und sind wir einmal ehrlich: Ein moderner Film mit einer Heldin in der Hauptrolle war mehr als überfällig, und dass er sich auch noch als der beste Superheldenfilm, den ich je gesehen habe, entpuppt hat, lässt definitiv auf mehr hoffen.

Bildquelle: http://www.dccomics.com/movies/wonder-woman

Review: Spider-Man: Homecoming

Zurzeit läuft mit „Spider-Man: Homecoming“ der dritte Anlauf des Spinnen-Superhelden in den Kinos. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield und damit fünf Filmen hatte es Tom Holland nicht leicht, die bereits bekannte Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erzählen.

Bereits in „The First Avenger: Civil War“ hatte der neue Spider-Man eine kleine Rolle und musste gegen Captain America und Co kämpfen. Und das ließ sich sehen. Meiner Meinung nach ist Tom Holland nach Tobey Maguire der beste Spider-Man.

Doch kommen wir endlich zum Film. Die Handlung greift thematisch noch einmal in den letzten Film „Civil War“ ein. Sie wird aus Peter Parkers Perspektive gezeigt, in dem der Junge das Geschehen mit einer Handkamera filmt. Nach der Kampfszene setzt die Handlung zwei Monate später an.
Peter versucht in seiner Stadt als der „nette Spider-Man von nebenan“ zu helfen, doch das reicht ihm nicht. Täglich ruft er bei Happy Hogan an, um nach einer Mission zu fragen. Er konzentriert sich nicht mehr auf die Schule, sondern streift in seinem Spider-Man-Anzug durch die Stadt und verbringt so die Zeit nach der Schule.
Als er in einer Nacht versucht, einen Bankraub zu verhindern, stößt er auf Verbrecher mit mysteriösen Waffen und das ersehnte Abenteuer beginnt…

Tony Stark hatte Peter nach dem Einsatz in Deutschland den Anzug geschenkt, den Peter voller Stolz trägt. Er fühlt sich darin sicher und der Rolle des Helden gewachsen.
Der Zuschauer merkt allerdings deutlich, dass Peter ein junger Held mit wenig Erfahrung ist. Nicht jeden Kampf kann Spider-Man für sich entscheiden und er muss sich als Peter Parker Klausuren, Partys und Mitschülern stellen.

Auch wenn sarkastische Bemerkungen und Witze es kaschieren, agiert der Protagonist angespornt von seiner Heldentat mit Iron-Man oft leichtsinnig und stellt sein Wohlergehen an letzter Stelle.
Dies führt dazu, dass Stark ihm den Anzug wegnimmt.

„Wenn du ohne den Anzug nichts bist, hast du ihn auch nicht verdient.“ – Tony Stark zu Peter Parker

Dieser Spruch von Tony Stark hat mich zum Nachdenken angeregt. Es ist die Schlüsselszene – oder nur der Schlüssel-Satz – des Filmes, meiner Meinung nach. Er thematisiert, was einen Helden ausmacht und welche Entwicklung der junge Spider-Man durchmachen muss, um ein wahrer Held zu werden.

Wie bereits auf dem Bild zu sehen, hat Peter seinen ersten „Anzug“ selber zusammengestellt. Die Umstellung von dem High-Tech-Modell von Stark auf diese primitive Erstausgabe ist mir als Zuschauer nicht leicht gefallen. Ich habe regelrecht mitgezittert, ob Peter ohne die ganze Funktionen seines Anzuges in der Welt der Helden und Schurken zurecht kommt.
Ich habe – genau wie Peter – nicht mehr daran gedacht, dass nicht der Anzug Spider-Man auszeichnet, sondern die Person, die in diesem Anzug steckt.
Das hat mich fasziniert und auch im Nachhinein zum Nachdenken angeregt.

In „Spider-Man: Homecoming“ findet Peter also nach einer langen Selbstsuche endlich zu seiner wahren Helden-Identität und nimmt die Zuschauer mit auf diese Reise.
Um dieses Abenteuer angenehmer zu gestalten, haben sich die Macher des Films sehr dynamische Kampfszenen mit schönen Effekten einfallen lassen.
Insgesamt ist der Film angenehm zu schauen, auch wenn ich zugeben muss, dass er an einigen Punkten zu gestreckt war. Die tiefgründigen Szenen relativieren dies allerdings.
Besonders Jugendlichen oder jungen Erwachsenen kann ich empfehlen diesen Film zu gucken. Er hat einen anderen Charakter als „Die Avengers“ oder „Doktor Strange“ und bringt eine frische Brise in das Marvel-Universum.

Quelle der Bilder:
http://de.ign.com/spider-man-marvel/118943/news/tony-stark-und-die-fake-avengers-im-ersten-trailer-fur-spide
https://www.kickz.com/de/support/static/spiderman
https://www.comicbookmovie.com/spider-man/homecoming/spider-man-homecoming-soundtrack-release-date-track-list-revealed-a151435
https://www.sideshowtoy.com/collectibles/marvel-spider-man-homemade-suit-version-hot-toys-902982/
https://www.quirkybyte.com/blog/2017/04/05/civil-war-spider-man-homecoming/

Review: Assassin’s Creed III

Auch mich hat die Ankündigung von Assassin’s Creed: Origins nicht kaltgelassen, und aus gegebenem Anlass habe ich beschlossen, mit den einzigen Teil der Reihe, der in unserem Haushalt existiert, zu Gemüte zu führen: Den dritten.

Wieder einmal versetzte sich der Protagonist Desmond Miles durch den Animus in den Körper eines seiner Vorfahren, dieses Mal in den des Assassinen Connor Kenway, der zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges in Amerika gekämpft hat.

Dessen Ziel ist es, die ebenfalls in den Konflikt verwickelten Templer auszuschalten, allen voran seinen Vater Hathyam und dessen rechte Hand Charles Lee, der einst sein Dorf niederbrennen ließ, was seine Mutter das Leben kostete.

Und auf der Suche nach ebendiesen Templern schnetzelt er sich fröhlich durch die Weltgeschichte, in der man auch bekannte Persönlichkeiten wie George Washington oder Benjamin Franklin treffen kann.

Da man, wie der Titel fast vermuten lassen könnte, ein Assassine ist, dürfen natürlich auch die entsprechenden Fähigkeiten nicht fehlen: Klettern auf der einen Seite, denn fast jedes Gebäude, jede Klippe und jeder Baum lassen sich erklimmen, Kämpfen auf der anderen.

Das Kampfsystem macht vor allem Spaß, weil man vernünftige Chancen zum Zustoßen und Kontern bekommt, die die Kämpfe flüssig machen. Aber nur so lassen sich nicht alle Gegner besiegen, denn man muss auch deren Deckung durchstoßen, ihren Musketenschüssen ausweichen – am besten, indem man einen anderen Gegner vor sich zieht – und mit zahlreichen anderen Waffen neben den üblichen verstecken Klingen, zum Beispiel mit Schwertern, Pistolen oder Wurfpfeilen, umgehen können.

Davon kann man selbst welche freischalten, in Truhen entdecken, oder sie aber aufwerten, indem man das interessante Handels- und Craftingsystem benutzt, das ich persönlich niemals von diesem Titel erwartet hätte.

Man kann nämlich verschiedene Quests beenden, um neue Bewohner für sein Dorf zu rekrutieren oder ihre Waren zu verbessern, die man dann dazu nutzen kann, um Dinge für sich selbst herzustellen, oder welche, die man dann mit verschiedenen Konvois in die Welt verschickt, bei denen man übrigens auch noch an verschiedene Preise, Risiken und Dauern der Routen denken muss.

Aber es gibt noch mehr zu tun, wenn man wie ich lieber erst einmal alles auskundschaftet, bevor man sich in die Nähe der Hauptmissionen wagt, und zwar kann man sich entweder auf die Suche nach zahlreichen verstecken Truhen und Federn machen, oder eines von sieben Forts einnehmen, die auf den Maps verteilt sind und bei denen es sich um starke Außenposten handelt, in denen man den Kommandanten töten und das Pulverlager zerstören muss, bevor man seine Flagge hissen kann.

Dazu gibt es in jedem Fort verschiedene Wege, sich unbemerkt einzuschleichen und sich hinter dem Rücken der Wachposten vorzuarbeiten, wenn man nicht gleich die ganze Horde am Hals haben will.

Apropos von einem Haufen von Feinden verfolgt werden: Wenn man Gegner tötet, steigt der Bekanntheitsgrad und man wird eher von ihnen entdeckt und angegriffen. Um dem entgegenzuwirken, hat man verschiedene Möglichkeiten, unter anderem das Abreißen von Plakaten und das Bestechen von Stadtschreiern, eine Mechanik, die ich noch nie so erlebt habe.

Und bei den Gefechten auf dem Land, bei denen man teilweise auch Quests hat, in denen man Truppen befehligen oder Kanonen abfeuern muss, bleibt es nicht, denn die maritimen Missionen stehen einem auch noch zu Verfügung.

In denen muss man entweder Flotten versenken, Schiffe verfolgen oder Handelsschiffe beschützen. Und dazu muss man nicht nur die Segel setzen und sein Schiff durch einige Engpässe steuern, sondern auch die Kanonen ausrichten und feuern.

Und das ist nicht einmal alles, was man machen kann. Alleine diese Aufzählung sollte reichhaltig bewiesen haben, dass man auch in diesem Spiel wieder genug zu tun hat und sich einige Stunden in dieser Welt voller interessanter Charaktere verlieren kann.

Wieder einmal hat Ubisoft es geschafft, mit ihrer Open-World-Formel ein Game zu kreieren, das von vorne bis hinten Spaß macht und in den man ohne Reue einige Stunden versenken kann!

Quelle: https://www.ubisoft.com/en-us/game/assassins-creed-3/ [Bilder]

Review: Dying Light & The Following

Als eine Person, die Action, Open World und Games mit dutzenden Nebenquests mag, in denen man sich stundenlang verlieren kann, musste ich mir natürlich auch Dying Light und seine Fortsetzung, Dying Light – The Following der Entwicklungsfirma Techland ansehen – und zugeben, dass dieses Spiel alle meine Erwartungen weit übertroffen hat.

Erst einmal zur Story: Kyle Crane, ein Agent des GRE, wird in die von Zombies verseuchte Stadt Harran geschickt, um dort eine Mappe mit wichtigen Informationen zu sichern, die ein ehemaliger Politiker, der dann doch lieber Kriegsherr wurde, an sich gerissen hat.

Doch das alles läuft nicht wirklich so wie geplant, denn er wird selbst gebissen und von den Menschen aus dem Turm, einer relativ sicheren Zone, gerettet, mit denen er sich verbündet und denen er schließlich helfen will, ein Heilmittel zu finden.

Und nicht nur im Turm und Umgebung lassen sich interessante Charaktere finden, unter anderem der Parkourlehrer Brecken oder die Kickboxerin Jade, die die an sich schon detailreiche Spielewelt noch realistischer machen, auf der ganzen Map kann man Verbündete und Feinde treffen, die einem das Leben erschweren oder erleichtern.

Gerade Letztere sind nicht zu unterschätzen, denn die verschiedenen Arten von Zombies, zum Beispiel die rennenden und kletternden Virusträger oder die stark gepanzerten Rammer, sind nicht die einzige Gefahr in der Stadt, auch Menschen unter der Führung von Rais, der die Macht in der Stadt an sich reißen will, stellen besondere Gegner dar, da sie Waffen verwenden können und sich im Kampf als sehr geschickt erweisen.

Um diese zu erledigen, bekommt man dafür aber auch eine gehörige Anzahl von Waffen, die man auch mit verschiedenen Mods, die zum Beispiel Feuer-, Elektrizitäts- und Gifteffekte haben, ausstatten kann und mit denen es eine Menge Spaß macht, Zombies und anderes Gekreuch zu erledigen, wenn man sich erst einmal ein bisschen an das Kampfsystem gewöhnt hat.

Auch legendäre Waffen sind dabei, deren Entwürfe man überall in der Stadt versteckt finden kann, die mit ihren übertriebenen Effekten noch mehr Spaß in die Sache bringen. Auch andere Werkzeuge kann man finden und freischalten, unter anderem einen Wurfhaken oder einen Wingsuit.

Und nicht nur Nahkampfwaffen kann man finden, auch Pistolen, Gewehre und die allseits beliebten Schrotflinten. Die sind allerdings, samt Munition, relativ selten, und man sollte sich es vorher auch gut überlegen, ob man sie einsetzen möchte, da die Geräusche gefährlichere Infizierte anlocken, weshalb die Kämpfe trotz dieser Waffen nicht gerade einfacher werden.

Und besonders in der Nacht kann man nicht mehr von einfachen Kämpfen sprechen, denn dann tauchen die Schattenjäger auf, Zombies, die so schnell und stark sind, dass man besser die Beine in die Hand nimmt. Unglücklicherweise rotten sie sich auch gleich in Massen zusammen und blasen regelrecht zur Verfolgung auf, was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.

Diesen Horror zu erleben, lässt sich aber nicht immer vermeiden, denn einige Haupt- und Nebenquests lassen sich nur in der Nacht erledigen. Wenigstens bekommt man dafür auch doppelte Erfahrungspunkte, mit denen man das Skillsystem, das leichtere Kills und flüssigere Fortbewegung in der Welt ermöglicht, wie ich es bei keinem anderen Freerunning-Game bisher erlebt habe, ausbauen kann.

Die eben genannten Quests können alles beinhalten, von Schießereien mit anderen Überlebenden, über Überlebenskämpfe gegen Zombiehorden bis zum Erklimmen von den höchsten Gebäuden der Stadt oder dem Sammeln von Gegenständen in gefährlichen Gebieten, genug Abwechslung ist jedenfalls dabei.

 

The Following ist das größte DLC des Spiels, denn es fügt den beiden durchaus ansehnlichen Gebieten der Slums und der Altstadt noch das Land hinzu, das neue Gefahren, aber auch neue Hoffnungen birgt.

Aufgrund von Gerüchten über Menschen dort, die gegen den Virus immun sind, verlässt man die Stadt und dringt in das Gebiet eines Kultes ein, deren Vertrauen man gewinnen muss, indem man Aufträge für sie erledigt.

Dabei bekommt man unter anderem einen Buggy, der nötig ist, um die riesige Karte richtig zu erkunden, und natürlich auch, um Zombies über den Haufen zu fahren und sich zahlreiche Rennen gegen die Zeit zu liefern.

Mit ihm wird sogar ein neuer Skillbaum eingeführt, dank dem und dank der zahlreichen Bauteile, die man finden kann, man sein Gefährt verbessert, um es stabiler, schneller und natürlich auch tödlicher zu machen.

Nicht nur der bringt Aufruhr in die Sache, auch die Schattenjägernester, die man unter Zeitdruck in der Nacht erledigen muss, die sogenannten „Freaks“, riesige und starke Zombies, die man am besten mit äußerster Sorgfalt und den stärksten Waffen erledigt, und die neue Umgebung, in der man sich nicht mehr darauf verlassen kann, schnell auf ein Hausdach zu klettern, um der Meute zu entkommen.

 

Fazit: Von diesem Spiel wurde ich mehr als nur überrascht, denn während man am Anfang noch mühsam die Gebäude erklimmen muss, weil man es nicht mit den zahlreichen Infizierten aufnehmen muss, fliegt man später praktisch durch die Stadt, dank des harmonischen Parkour- und Kampfsystems, das ein flüssiges Spielerlebnis garantiert, das man selten sieht.

Viele Elemente, unter anderem Action, Horror, Parkour, Shooter und später auch Autorennen, wurden hier durchaus gekonnt gemischt und machen das Gesamtpaket zu einem Erlebnis, in das man auch nach dem Ende der Story noch gerne Stunden investiert, sodass ich sagen kann, dass Dying Light inzwischen zu meinem absoluten Lieblingsspielen zählt.

 

Bildquelle: http://techland.pl/