Indie-Adventskalender Tag 4: GRIS (2018)

GRIS ist eines der schönsten Spiele, die ich je gespielt habe. Dem Lob, mit dem die Presse dieses Spiel überschüttet, kann ich mich eigentlich nur anschließen, aber ich versuche trotzdem, meine eigenen Gedanken dazu zu formulieren.

Als Spieler:in verfolgt mensch Gris auf ihrer Reise, während der sie den Umgang mit ihrer Trauer lernt. Symbolisch wird das so dargestellt, dass die Welt um sie herum am Anfang in Grautönen gehalten ist und nach und nach die Farbe zurückgewonnen wird.

Alleine die Animationen, mit denen die Farbe in die Welt zurückkehrt, sind atemberaubend. Aber auch das normale Leveldesign hat es in sich. Mensch könnte praktisch an jeder beliebigen Stelle einen Screenshot der wunderschönen Wasserfarb-Hintergründe machen, und er würde die Schönheit des Spiels für jede:n Betrachter:in beweisen.

Das Gameplay besteht dabei aus kleinen Platforming-Rätseln. Da die Level so gut gestaltet sind, dass auch ohne Missions-Markierungen und rote Pfeile der richtige Weg immer ersichtlich ist und mensch sich nicht stundenlang verirren kann, ist das auch für Neulinge des Genres, so wie mich, gut zugänglich und fordert zwar stellenweise, wird aber nie nervig.

Es bleibt auch immer spannend, weil mensch in jedem Kapitel eine neue Fähigkeit dazubekommt, die für Abwechslung sorgt: Die, durch Böden zu brechen etwa oder die, in eine umgekehrte Welt zu wechseln, in der der Himmel den Boden darstellt.

Trotz der traurigen Thematik lässt eins das Spiel aber nicht verzweifeln, denn obwohl Gris‘ Weg Höhen und Tiefen hat und sie ihr die Trauer überraschend auflauern kann, ist die Message am Ende des Tages eine hoffnungsvolle.

Bewertung: ★★★★★

Quelle: https://www.devolverdigital.com/games/gris

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