Review zu „Vielleicht lieber morgen“

Charlie ist ein ganz normaler Junge, der zur Highschool geht. Er muss mit vielen Problemen umgehen. Nicht nur, dass er seit er auf der neuen Schule ist mit noch niemanden außer seinem Englisch-Lehrer geredet hat, sondern auch, dass ihm immer wieder diese komischen Erinnerungen an seine Tante im Kopf herumschwirren.
Doch als Charlie die lebensfrohen Geschwister Sam und Patrick kennenlernt, steht seine Welt auf dem Kopf. Er verliebt sich in Sam, das Mädchen, das sich immer wieder unter Wert verkauft und kommt das erste Mal in Verbindung mit Partys, Drogen und Alkohol. Doch trotz der neuen Situation bleibt Charlie stets offen für alles und beobachtet sein Umfeld genau, macht sich viele Gedanken zu seinen Mitmenschen und versucht seine Rolle im Leben zu finden.

Vielleicht lieber morgen ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestseller von Autor Stephen Chbosky. Das Buch ist in der Neuauflage auch unter „Das also ist mein Leben“ bekannt. Der Roman ist aus der Perspektive der Hauptfigur Charlie geschrieben und ist wie ein Reihe Briefe aufgebaut. Charlie schreibt an einen Freund, wobei der Freund dem Leser unbekannt bleibt.
Durch dieses Vorgehen bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken von Charlie, die auch manchmal sehr verwirrend sind.
Charlie ist wahrscheinlich einer der sympathischsten und gleichzeitig herzzerreißenden Charakteren, denen ich je begegnet bin. Er ist eine Person, die sich immer um jeden kümmern will und seine Verantwortung in der Welt sieht und versteht. Trotzdem wird auch im Buch immer wieder klar, dass da irgendwas ist, das er unterdrückt und dass ihn etwas plagt.
Es gefällt mir wie Stephen Chbosky seine Figuren mit Leben füllt, wie der Sinn des Lebens eine so große Rolle spielt und wie selbst der Leser animiert wird, an alles mögliche zu denken. Während des Lesens wird einem bewusst, wie sehr Charlie seine Freunde liebt. Außerdem bekomme ich das Gefühl frei zu sein, genau wie Charlie und seine Freunde. Im ganzen ist das Buch eine echte Empfehlung. Es ist ein ganz einzigartiger Roman, bei dem es sich lohnt auch mal mehr Zeit zu investieren.
Der Film wurde unter anderem von Produzent John Malkovich produziert. Ich kann nur sagen, dass der Film mein Lieblingsfilm ist. Durch die Schauspieler Logan Lerman, Ezra Miller und Emma Watson, die die Figuren des Charlie, des Patrick und der Sam darstellen, ist die Rollenverteilung wie sich Buchliebhaber sie vorstellen. Meiner Meinung nach ist der Film kein 0815-Film aus Amerika, sondern bringt Herz, Humor und Verstand mit. Auch was die Altersgruppe angeht, kann ich mir vorstellen, das jeder sich mit dem stillen und nachdenklichen Charlie anfreunden kann. In Verbindung mit der trockenen Komik des wahrscheinlich herzlichsten Menschens Patrick und der selbstbewussten und  die dennoch in der Liebe unsicheren Sam, kann man dem Film gar nicht widerstehen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass `Vielleicht lieber morgen´ sowohl als Buch, als auch als Film eine einzige Sensation ist. Es gibt nichts schöneres, als wenn es draußen regnet und man sich zusammen mit Tee bequem macht und anfängt zu lesen oder den Film zu schauen.
Ich kann euch beides nur wärmstens ans Herz legen.

„Und ich schwöre, in diesem Moment waren wir grenzenlos.“-Charlie in `Vielleicht lieber morgen´.

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