Review: Spider-Man: Homecoming

Zurzeit läuft mit „Spider-Man: Homecoming“ der dritte Anlauf des Spinnen-Superhelden in den Kinos. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield und damit fünf Filmen hatte es Tom Holland nicht leicht, die bereits bekannte Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erzählen.

Bereits in „The First Avenger: Civil War“ hatte der neue Spider-Man eine kleine Rolle und musste gegen Captain America und Co kämpfen. Und das ließ sich sehen. Meiner Meinung nach ist Tom Holland nach Tobey Maguire der beste Spider-Man.

Doch kommen wir endlich zum Film. Die Handlung greift thematisch noch einmal in den letzten Film „Civil War“ ein. Sie wird aus Peter Parkers Perspektive gezeigt, in dem der Junge das Geschehen mit einer Handkamera filmt. Nach der Kampfszene setzt die Handlung zwei Monate später an.
Peter versucht in seiner Stadt als der „nette Spider-Man von nebenan“ zu helfen, doch das reicht ihm nicht. Täglich ruft er bei Happy Hogan an, um nach einer Mission zu fragen. Er konzentriert sich nicht mehr auf die Schule, sondern streift in seinem Spider-Man-Anzug durch die Stadt und verbringt so die Zeit nach der Schule.
Als er in einer Nacht versucht, einen Bankraub zu verhindern, stößt er auf Verbrecher mit mysteriösen Waffen und das ersehnte Abenteuer beginnt…

Tony Stark hatte Peter nach dem Einsatz in Deutschland den Anzug geschenkt, den Peter voller Stolz trägt. Er fühlt sich darin sicher und der Rolle des Helden gewachsen.
Der Zuschauer merkt allerdings deutlich, dass Peter ein junger Held mit wenig Erfahrung ist. Nicht jeden Kampf kann Spider-Man für sich entscheiden und er muss sich als Peter Parker Klausuren, Partys und Mitschülern stellen.

Auch wenn sarkastische Bemerkungen und Witze es kaschieren, agiert der Protagonist angespornt von seiner Heldentat mit Iron-Man oft leichtsinnig und stellt sein Wohlergehen an letzter Stelle.
Dies führt dazu, dass Stark ihm den Anzug wegnimmt.

„Wenn du ohne den Anzug nichts bist, hast du ihn auch nicht verdient.“ – Tony Stark zu Peter Parker

Dieser Spruch von Tony Stark hat mich zum Nachdenken angeregt. Es ist die Schlüsselszene – oder nur der Schlüssel-Satz – des Filmes, meiner Meinung nach. Er thematisiert, was einen Helden ausmacht und welche Entwicklung der junge Spider-Man durchmachen muss, um ein wahrer Held zu werden.

Wie bereits auf dem Bild zu sehen, hat Peter seinen ersten „Anzug“ selber zusammengestellt. Die Umstellung von dem High-Tech-Modell von Stark auf diese primitive Erstausgabe ist mir als Zuschauer nicht leicht gefallen. Ich habe regelrecht mitgezittert, ob Peter ohne die ganze Funktionen seines Anzuges in der Welt der Helden und Schurken zurecht kommt.
Ich habe – genau wie Peter – nicht mehr daran gedacht, dass nicht der Anzug Spider-Man auszeichnet, sondern die Person, die in diesem Anzug steckt.
Das hat mich fasziniert und auch im Nachhinein zum Nachdenken angeregt.

In „Spider-Man: Homecoming“ findet Peter also nach einer langen Selbstsuche endlich zu seiner wahren Helden-Identität und nimmt die Zuschauer mit auf diese Reise.
Um dieses Abenteuer angenehmer zu gestalten, haben sich die Macher des Films sehr dynamische Kampfszenen mit schönen Effekten einfallen lassen.
Insgesamt ist der Film angenehm zu schauen, auch wenn ich zugeben muss, dass er an einigen Punkten zu gestreckt war. Die tiefgründigen Szenen relativieren dies allerdings.
Besonders Jugendlichen oder jungen Erwachsenen kann ich empfehlen diesen Film zu gucken. Er hat einen anderen Charakter als „Die Avengers“ oder „Doktor Strange“ und bringt eine frische Brise in das Marvel-Universum.

Quelle der Bilder:
http://de.ign.com/spider-man-marvel/118943/news/tony-stark-und-die-fake-avengers-im-ersten-trailer-fur-spide
https://www.kickz.com/de/support/static/spiderman
https://www.comicbookmovie.com/spider-man/homecoming/spider-man-homecoming-soundtrack-release-date-track-list-revealed-a151435
https://www.sideshowtoy.com/collectibles/marvel-spider-man-homemade-suit-version-hot-toys-902982/
https://www.quirkybyte.com/blog/2017/04/05/civil-war-spider-man-homecoming/

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