Review: Wax Wings will Burn

Die Beschreibung „Hard-hitting, elegant industrial“, die sich die Band Shiv-r selbst gibt, trifft auch bei ihrem neuesten Album „Wax Wings will Burn“ wieder voll zu: 13 Songs im düsteren Industrial-Gewand, einer besser als der andere.

WaxWingsWillBurn

1. Asylum

So gerne ich auch über jedes einzelne Lied schwärmen würde, muss ich mich wohl oder übel für wenige davon entscheiden. Das Intro „Asylum“ ist auf jeden Fall ein starker Anfang für mein bisheriges Lieblingsalbum von Shiv-r.

Der Anfang ist eher ruhig, was so gar nicht zu den Erwartungen, die man mit sich bringt, wenn man die anderen Alben gehört hat, passt. Das Gefühl der Bedrohung, ein häufig benutztes Motiv, wächst mit der Zeit und kommt im Refrain zu einem Höhepunkt, woraufhin die Musik wieder leiser wird.

Die Bridge ist intensiv, was vom Gesang noch unterstrichen wird, danach ebbt es wieder ab.

2. Monster

Das Beste an diesem Lied ist unverkennbar der melodiöse Refrain, der einen krassen Kontrast zu dem Teil davor, der eigentlich nur eine Aufzählung einprägsamer Worte ist, darstellt. Der Song hat Ohrwurmcharakter und ich habe mich schon mehr als einmal dabei erwischt, ihn vor mich hin gesummt zu haben.

3. Eye of the Needle

Bereits der Anfang dieses Liedes, ein perfekt an die Stimmung angepasstes Sprachsample, macht Lust auf mehr. Es ist sicherlich einer der besten Songs des Albums, was größtenteils an der vom Bass ausgestrahlten Energie liegt.

Der Refrain ist wie der Rest des Liedes minimalistisch, aber energetisch. Das vollkommene Fehlen von Gesang stört nicht, was jedoch auch nicht wirklich überraschend ist. In der Bridge verfällt der Song wieder in den dumpfen Gesang, der die Band so auszeichnet.

5. Wolves

Was mich an diesem Lied wohl am meisten fasziniert, ist wie bei so vielen der Refrain. Der leise Gesang wird hier mit einzigartiger Hintergrundmusik, die die eigentliche traurige Stimmung des Songs mit Energie versetzt, gepaart. Dieser Kontrast macht den Song besonders interessant.

Beim Text ist am auffälligsten die Wiederholung der Phrase „Into the void“, die am Ende von fast jeder Strophe auftaucht und für einen Wiedererkennungswert sorgt.

Interessant ist auch das überraschende Sprachsample, bei dem von einer monotonen weiblichen Stimme vom Verhältnis zwischen Dunkelheit und Licht gesprochen wird.

8. Of the Machine

Mein persönlicher Favorit und außerdem das erste Lied, das ich von dieser Band gehört habe. Es ist also absolut kein Wunder, dass ich Shiv-r danach sofort in meine Playlists aufgenommen habe.

Obwohl die Band immer einzigartige und besondere Texte hat, haben sie sich im Refrain dieses Liedes selbst übertroffen. Es fällt mir jedes Mal schwer, nicht mitzusingen. Auch die Melodie ist stimmig.

 

Insgesamt lässt sich noch hinzufügen, dass die Texte, auf die hier nicht wirklich einzeln eingegangen wird, gewohnt gut sind. Anders als bei vielen anderen Bands wurde auf raffinierte Bezeichnungen und Reime Wert gelegt.

Quelle: http://shiv-r.com/